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Geschichte der Familie Baetcke
Entstehung
Seite
114
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„Jrau mar. Sic ift eine Hrt DTulattin, ein gutes, liebes DTäbhen, unb fyat nod}„einen älteren Bruber in Puebla auf ber Schule, beffen anbere £eute ftdj am„genommen haben.

„Detter ^ranj Sc^udjmac^er hat ju unferm £etbmefen Dcra=Cru5 mit„DTejico uertaufd)t. (Er beforgte bie Beförberung ber Briefe, fowie mancherlei„Kleinigfeiten für uns. Huferbem werben mir aber feine eigenen häufigen Briefe,„bie DTittheilung ber Beuigfciten unb feinen jährlichen nierjehntägigen Befud^ bei„uns recht fel?r permiffen. (Er ift in bemfelbeit ffaufe geblieben, nur ift er jetd„erfter Buchhalter beim Chef bes paufes unb bezieht ein befferes ©ehalt.

„Don Hlepanber Bieffolfl hatte lh biefer Cage einen uom 2\. 0ctober„batirten Brief aus St. ©h°mas, &cn er 5 roei Baturforfhern, bie hierher reiften,„mit gab. (Er hatte bie Bcfanntfdjaft biefer £eute auf einer gemeinfamen lieber*„fahrt mit bem Dampfer Cay gemacht. Seit <{2 ift er in bem paublungshaufe„pon Bergeeft Sc Co. in St. ©h 0Tn as, mo er bisher auf bem Comptoir mar,„jetd aber als ©h c Hl?aber aufgenommen mürbe. (Er fchreibt pergniigt unb munter.„Bis er fjamburg perliejj, befanben fi<h fämmtliche ©lieber unferer lieben ^amilie„mohl unb gefunb. Seine an ben ^örfter DTafeberg perheirathete Schwefter„eignes hat bereits brei Kinber, feine jüngfte Schmefter Kbelheib ift feit einigen„BTonaten einem prebiger Boettchcr permählt. ^'erbinanb ift bei bem Dater,„0tto bei Klejanber auf bem Comptoir, pou (Ernft fchreibt er nichts.

„Don <Eu<h haben mir burch 3 u Ii u s gute Bahrihten, h°ff cn aber recht„balb pon Dir felbft über Dich, bie liebe Schwägerin unb ben Kleinen recht aus«„führfiche Berichte 5U erhalten. Hecht fehr follte es mich freuen, roemt ber neue„Brunnen (Euren fatalen falten fiebern ben gutritt abgefhnitten hätte. Schreibe„recht ausführlich, lieber © u ft a p , über Dich unb Deine liebe Jamilie, Deinen„Ejausftanb, Deine £anbmirthfchaft, Deine Bachbarn u. f. m. u. f. w., jebe„Kleinigfeit ift pon jntereffe für uns.

„IDic geht es paus ©räpel, ben Henbtorffs, DTabame Beurmann„unb ^amilie, bem Dr. Buef? (Erfteren unb £et§teren grüfe reiht pielmals,„foroie auh Coufitte 3 c tte Henbtorff.

„Don Dr. ©riffon hatte ih 511 meiner Derheirathung einige reht„freunblihe geilen. Das Buswanbern hat er aber aufgegeben. Bn feinem Buf=„enthalte in Borb*Bmerifa hat er genug gehabt. Dr. ITCiüber unb fieben anbere„meiner ^reunbe haben mir 3ufammen ein ©Iücfmunfhfh re tben überfanbt, worin„mir jeber einige freunblihe U)orte fhrieb. Der Brief hat mir piele ^reubc gemäht.„Der fleine Dr. DT in ber perlobte fiefj im ^rühfahr unb wirb jetjt mohl fh on„perheirathet fein mit einer DTinna 3eriba aus pannoper. Seine praris hat„etwas 5ugenommen, ift aber immer noch nicht bebeutenb, wie er fchreibt, unb„hat auh moljI wenig Busficfft es 3U werben, ©nfcl 3°h a nues 1 ) ift geftorben,„wie Du wohl fh°n gehört haben wirft.

„Den harten Derluft unferes guten, lieben 3 u Itus wirft auh mohl„mit empfunben haben. Du warft immer ber £iebling ber guten perftorbenen„(Emilie. 3ht fhreibt 3nlius fhon mehr getröftet, bodj perfhmerjen f'ann„er feinen Derluft noch nicht- €in ©lud, baf er bei feiner grofert Jamilie mit„hinreihenben DTitteln gefegnet ift. 21 löge ber liebe ©ott ihm Kraft, ^reubigfeit,„Busbauer unb ©elingen in feinen fo ernften unb perboppelten Pflihten perleihen.

2Jn nerfung. 3ol;annes ©räpel, ber fdjoit auf Seite 78 ermähnte Bruber von ber ITtutterbes Brieffcfjretbers.