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Geschichte der Familie Baetcke
Entstehung
Seite
72
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„Perseiht mir, theure (Eltern, geht nicht mit (Eurem Kiditer in's (Scridd!„©reffen mir uns einft mieber, i<h glaube, 3h r würbet einen banfbarett, Iiebe=„rollen Sohn an mir finben, beffen Sel^nfudjt su Eud) fdjon bjier auf biefer„fünbenbeflecften (Erbe lebhaft ermaht. BTöge fie balb gefüllt merbenl"

lüafyrlid}, eine fernere Aufgabe mar es, fieben Kittber 311 ernähren unb 3U e^iefyen,menn nal)C3u alle 2Tiittel jeft fehlten unb (Einnahmequellen f'aum 5U erfhliefen maren. Paffie überhaupt gelang, mar faft einjig bas Perbiettft ber energifdjen, burchgreifenben, practifdjenIii Cutter, mochte ihre Krt bem älteften Sohne auch n°h fo ftrenge erfhienen fein. Sie fpartenicht nur, fte muffte fogar etmas 3U uerbienen, baburd} baf fie frembe junge £eute 3U ftchins paus nahm. Die ältefte (Tochter, (Emilie, mußte ZTlufifUnterricht geben, 3uliane,bie britte, eine Stellung als (Soimcrnante annehmen. Kubolph fonnte nur mit ber Ejiilfeuon Stipenbien ftubiren; ber nähftfolgenbe Sohn, 3 u lins, erlernte bie panblung bei ber^irma ^riebrid) 3 u fi us / aber er uerbiente tto<h nichts. IPo!?! h°ff' e er au f e ' ne IPeihnahts»gratification, unb als er 5um erften Bfale bas TDort „Pecember" als Ucberfhrift einer Seitein ein (Sefhäftsbuh einsutragen hotte, fcfjricb er bas große „P" mit gans befonberer Sorgfalt,meil es ihm bie ZTähe bes ^eitpunftes fiinbete, an melhem er fo fehnlihft hoffte, feinen Elternuielleiht 50 BTarf mit nah paufe bringen 3U fönnen. Poh Enttäufhungl IDeil er nochfein uolles 3 a h r * n ker ^ e hre mar, fiel für ihn feine IDeihnahtsgratification ab.

Bis er bann aber nah einigen 3 a h r en t n eine Eornmisftellung aufgerüeft mar,fonnte er fhon gan3 hnbfhe Summen regelmäßig an bie Eltern abliefern unb noh beträchtlichmehr, als er 1825 als Cabafsmafler fih felbftänbig gemäht hatte. Ebenfo ging es mit bemälteften Sohne Kubolph, ber I82f uon ber llninerfität heimfehrte unb als practifher 2Xr5tfih rafh einige Prapis in pamburg ermarb.

Pon ben ©öhtern hotte fih bie 3meite, Btathilbe, fhon f8f2 in jugenblihem Kitermit bem paftoren Hieffohl, ben mir als Ersieher feiner jüngeren Schläger fhon fennen,uermählt; 1820 »erheirathete fih aisbann bie ältefte (Tochter, Emilie, mit bem pamburgerKaufmann perrn ©tto peinrid; Sauer, unb im barauf folgenben 3 a h re fonb bie britte©od^er, 3 u ^one, einen (Satten in bem prächtigen Kuguft (Sottfrieb ©heobor Kern,bem uns aus 3 a cob ^riebrich ©ottholb Baetfe's Pahfommenfhoft fhon befanntenfpäteren pamburgifdjen Poftmeifter.

3m 3ahre 182(1 »erlief au<h ber Sohn (Suftau bas Elternhaus. Er hotte ftchbem Baufach gemibmet unb trat nah beenbigter Schreit als <3immer«(SefelIe bie üblicheIPanberung in bie frembe an. Pas alles entlaftete ben paushalt.

3u Knfang bes näd^ften 3 a hces traf mieberum ein horter Sd)icffalsfd]lag bie ^amilie.Pie ältefte (Tochter, <frau Emilie Sauer, erlag am 25. Jebruar 1825 einer töbtlidjenKranfheit. Kufer einem balb nah ber (Seburt 1798 nerftorbenen Sohne, mar fie bas einsigeKittb, melhes bie Eltern überhaupt uerloren. Klle übrigen Kinber überlebten bie Eltern umuiele 3 a h l 'e. Befonbers bem Pater ging ber Perluft ber älteften (Tochter fehr nahe, unb eineKnfpielung barauf finben mir in bem folgenben Briefe, ben er feinem bamals bis nah(Senf gelangten Sohne (Suftan fd^rieb.

„pamburg, b. 5 tE . n BTay 1826.

„BTein lieber Sohn,

„es freut mid), baf Pir bie Keife Pergnügen gemährt hot, obgleich fie„Pih uon Peiner Beftimmung motj! brei iüohen mirb abgehalten hoben, unb„Pu nun mohl nur mit Blühe Paris mirft etreiben fönnen. (Sleich nah 'Empfang