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Geschichte der Familie Baetcke
Entstehung
Seite
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Solche Hnfhauungen trieben ben allerbings fefjr leiöenfdjaftlidjen, aber bodj nichtbefonbers energteoollen jungen HTann jmar nicht fo meit, mie fte feinen ^reunö fpäter b'nriffen.HMdjter, unglaublich aber tuafyr, focht \7<)2 als Hauptmann eines franjöfifdjen Heiterregimentsmit unter Dumouriej in 6er für 6ie ^ranjofen [eiber fiegreidien Sdfladft pon 3emappes un6mürbe bort permunbet. 3 mmer ^ n waren auch bei 3°^ anT1 Die berief bie ©inmirfungenfeiner ©öttinger ^eit mädjtig genug, um ihn in feinen politifcfyen unb religiöfen Hnfidjten bisan fein Sebensenbe bauernb 511 beftimmen. Bei feinen Söhnen felbft fefjen mir biefe £in=fliiffe nadjroirfen.

HTäd}tig müffen bie Sdimingungen bes repolutionären ^eitgeiftes bamals fürmabrauch auf unferen beutfdjen Uninerfttäten gemirft haben, einen beute faft unbegreiflichenRäuber müffen fie ausgeübt ba^en auf ben beufenben HTeufdjen, menn fte einen ZTCann mic3obann Dieberid) nachhaltig umftriefen fonnten, einen ZTCann, ber nach feinen Hnlagen,feinen Heigungen, feiner Stellung ibnen boeb fo unenblidj fremb gegeniiberftaub. CEr, berjmar aufbraufenb heftige, aber bodj überaus leidet mieber perföbnlidje, gutmütbige Hamburger,mar in feinen Umgangsformen ber pollenbete, ftets höfliche Caoalier, 5artfüblenb, feingebilbetunb miijig. ^ür feine HTitmelt empfaitb er eine Hrt pon ©eringfdjähung, bie fidj in grofemHTijjtrauen betbätigte unb aueb barin, baf er felbft bei guten ffanblungen Hnberer gernefd)lecbte Bcmeggrünbe porausfetjte. ©ro^bem liebte er ben gefelligen Berfebr. <£r marüberhaupt in h°b em DTaafe genu£füd)tig. JDenn benn auch bei feinem feingeiftigen ©e=febmaefe feine ©enufjfudit fidj nicht in rohen Begierben äuferte, fonbern in einer Borliebefür geiftige, äftbetifche ©enüffe unb einer mächtigen XTeigung jur fdjönen, freien Icatur unbihren männlichen Bergnügungen, ber 3 a öö, öeiu Seiten unb fahren, fo blieb er bodj nichtminber ein Sclape feiner Siebhabereien. Sich in biefen fräftig ju beberrfdjen bat er niemalspermod)t. ©eiftig rege, förperlid) burebaus nicht faul, — im IBinter fogar pflegte er fdjonum 7 Uhr aufjufteben, — mar unb blieb er unfähig ju bauernber practifd)er Hrbeit. lln=practifh mar er im böcbften ©rabe. So ähnelte er, menn ber Berglcid} erlaubt ift, fehrpielmebr jener Claffe pon Seilten, gegen bie fieb bie franjöftfhe Hepolution richtete, beneleganten, leichtlebigen aber nur jiemlidj fcbmä<hlid)en franjöftfcben Grandseigneurs besbamaligen fin de sibcle, als mie jener brutal energifhen Bolfsbefe, bie fieb mit ©raufamfeitunb rober ©emalt an ihre Stelle brängte, naebbem fie auf ber Seiter fhöngeiftiger 3beeit 5ur2Tiaht emporgeflommen mar. ©anj mie ber emigrirte franjöftfcbe Hbel mufte, mie mir fpäter feigenmerben, aud) 3°b ann Dieberich bas burd) eigene Sd)mä<hlicbfeit mit pcrfhulbete UnglücEunter beftänbig fidi gleicbbleibenbem, heiterem ©leiebmutb unb IBiirbe he'fcbcnbem Huftretenju ertragen.

Heber bie Sebensmcifc ber bamaligen jungen bjamburger Stubenten in ©öttingen finbmir auferorbentlid) gut unterrichtet, (Einmal banfe ih ber ©iite unferes beutigen HamburgerBürgermeifters 3°b ann ©eorg HTöncfeberg, Dr. b. H., ] ) bie Henntnif jmeier Briefe, bie besBürgermeifters bamals ebenfalls in ©öttingen ftubirenber ©ro^pater, 3°b ann Dieber ich's,freunb unb fpätercr Sdjmager, ber fpätere Hamburger Senator 3°b anu ©eorg Htöncfeberg,J. U. L., 2 ) an ben ihm befreunbeten stud. theol. ^ranj Carl Schulde 3 ) im 3 a *? l ' e l 786 ua<h3ena fdjrieb. Dort b<d|?t es junähft in bem pom 15./f. [786 batirten Briefe:

TlnmerFung. ') 3"tt a,ln ©eorg ITiöncfeberg, Doctor ber Bcdjte, geb. 22./8. 1839 tu fjamburg, Senator inHamburg am 3/7. 1876, Bürgermcifter 1889.

2 ) 3°bann ©eorg Itlöncfeberg, J. U. L.. geb. 7./u. <?S6 tn bjamburg, Senator in Hamburg am1-/12. 1826, geft. 30./1. 18^2 in hamriirg. (Er mar ber (Srofoater bes jegigen Bürgermeifters.Bareres über bie familic ITiöncfeberg fielje in bem 0011 Dr. Bubolpß Baetcfe tjanbelnben (Eapitel.

3 ) (f. €. Scijul^e, geb. 1763, ftubirtc tEljeologie, 1789 (Eanbibat, 1802 Diaconus 3U St. Bicotaiin fjamburg, geft. (811.