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Geschichte der Familie Baetcke
Entstehung
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V A. 3 ol}nun fiebert dj § a 1 1 di t

geb. \\J2. 1765 in fjamburg, geft. 27./f2. 1853 in fjamburg, Doctor ber Hechte.

r mar eine bjüne uon ©eftalt, groß un6 fräftig gebaut, öabei aber bod) cfjermager als ioof)Ibeleibt. Die <3üse feines ebel geformten Kopfes maren regelmäßig unb fd)ön.Seine braunen, flug, lebhaft unb froh unter gemölbten ftarfen Augenbrauen breinblicfenbenAugen funbeten uon großer jntelligenj, ebenfo tuie bie fefjr t)°h e Stirn, meiere reichliches£jauptf)aar in natürlichen faft locfigen JDellen umrahmte. Der Meine jufammengepreßteATunb ließ eine roeit größere (Energie »ermutigen, als mir fie fpätcr bei ißm mahrnehmenfönnen. Bis auf feine Augenbrauen, meld)e ftets ihre bunfle ^arbe behielten, bleichte imAlter fein urfprünglich tief braunes, faft fchtöa^es f}auptf)aar ab 5U einem fchneeigen IDeißunb ftanb bann in ftarfen: (Eontraft ju ber ftets frifcfjbleibenben ©cfidjtsfarbe bes glattrafirtenAntlißes, uerlieh aber bem mof)lt»olIenben Ausbrucf feiner ,5)üge einen £)°t? en ®fcab ge=minnenber IDürbe.

(Ein 3 a h r Dor feinem ©obe faß er auf Bitten feiner Soßne bem ATaler Albenrothju einem (Delgemälbe, bas uortrefflid) ähnlich ausgefallen fein foll, unb uon bem bann auchnoch eine fleinere (Eopie angefertigt mürbe. £eßtere beßnbet fid) heute im Beftßc besfjerrn Hubolf Baetcfe in Aeinbecf, bas ©riginal in bemjenigen uon ^rau SophieBaetcfe in (Eutin.

3n ber ATitte feiner fed^iger 3 a h re erft begannen feine Körperfräfte fid)tlid) jufchminben. Sein bisher elaftifcßer Schritt mürbe ftolpernb, bod) hielt er auch kann noc ^ f'^lgerabe unb aufrecht mie bisher, unb bie Dollfraft feiner Sinne, fein ©ebädftniß, feine Artheils«traft bemahrte er fid) bis an fein (Enbe.

lüie mir beim STebensbilb feines Baters ©eorg ©ottlob gefchen h a t> en > mar erfO 3 a h l 'e eilt, als er feine ATutter uerlor. Das mar ein großes Anglücf für ben begabtenaufgemeeften, fröhlichen, mahrheitsliebenben Knaben, beim meber ber mährenb bes ©agesburd) feilt ©efchäft in Anfprud) genommene Dater nod) eine in's Ejaus genommene £)aus«hälterin fonnten bie mütterliche £eitung erfeßen. Icid)t erjogen mürbe er, er mürbe uerjogen,in bebenflichfter XDeifc.

Seine geiftigen ^ähigfeiten unb Begabungen jtuar mürben uortrefflid) cittmicfelt, fo baßer frühjeitig Sinn unb £iebe für lDiffenfd)aft unb Kunft gemann. Die Iateinifdje uitb biefran3Öfifd)e Sprache lernte er uöllig bef)errfd)en unb ebenfo gelang es ihm balb, in berATutterfpradje gemanbt fid) ausjubrüefen, mit ber ^eber fomohh als aud) in mohlgefeßter,freier, fließenber Bebe, ber fein anfpredjenbes ©rgan, — er befaß eine fcßöne ©enorftimme —einen eigentümlichen XDohllaut uerlieh- Aud) fein mufifalifdjes ©alent mürbe burd) gutenAnterrid)t im ©eigenfpiel ausgebilbet. Doch gerabe feine leid)te Auffaffungsgabe unb fein