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A. Leiningen.
1. Männersiegel.
Unter den 23 ältesten bekannten Siegeln zwischen 1157und 1199 1 ) ist Leiningen 2 mal vertreten und zwar: mit Emich III.(schon an 4. Stelle) von 1165 mit 1 Adler (IV. A. 1 2 ), undmit Friedrich I. von 119., auch mit 1 Adler (IV. A. I 3 ).
Da das Wappenwesen erst um 1150 entstand 4 ), so habendie Leiningen, deren machtvollste Stellung in's frühe Mittel-alter fällt, die durch die Kreuzzüge geschaffene Sitte derWappen sofort mitgemacht; ältere Wappen-Siegel als vonc. 1150 werden sich nicht finden.
In diesen 2 Siegeln erscheint nur 1 Adler, rechtsschauendmit ausgebreitet-gestreckten Flügeln; wie dieser Adler zu er-klären ist, steht nicht fest: Entweder war er Reichs-Amts-Wappen, d. h. die Leiningen führten ihn als Vertreter desKaisers, als Gaugrafen und Landvögte, oder wie v. Retberg 5 )sagt: Der Adler gilt hier als Sinnbild der „Oberherrschaft" undhätten ihn die Leiningen als Zeichen ihres Besitzes, ihrerMachtstellung, mehr als Herrschersymbol, denn als heral-dische Figur im eigentlichen Sinne des Wortes angenommen.
') Hohenlohe, sphrag. Aphorismen, Heilhr. 1882, S. 113 u. Corresp. bl.Gesammt-Ver., 1883, 5. S. 40.
'9 Erwähnt bei Hühl, Beautwortg. derer Scheingründe, die W. u. W. so,sieh Gfon. z. L. D. in Guntersblum nennen wollen" ete. Karlsruhe 1774, S. 2,§ 2 von 1158; abgebildet: Senkenberg, Meditationes "VI. 610 u. Lehmann, Urk.Gesch. Taf. 1. S. 20.
3 ) Est. Hohenlohe, Zur Gesch. des Fiirstenb. "Wappens, 1860, S. 7 Anm.18 und S. 34.
4 ) Seyler, Gesch. d. Herald. H. Buch; d. Jahr 1064 mit 3 Adlern, welcheR. v. Eetberg, Gesch. d. "Wappenbilder, Bommel 1888, S. 33 angiebt, kann nurIrrthum oder Druckfehler sein; denn vor 1150 giebt es keine Wappen; auch sinddie 3 Adler als Lein. Wappen erst späteren Ursprungs.
5 ) Gesch. d. d. Wappenbilder, 1888, S. 13.