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2 (1891)
Entstehung
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Ich bin kein Redner, der mit hohen WortenDir auseinandersetzt den Weg der Pflicht,

Der Muttername ist mein höchster OrdenDie Mutter ist's, die jetzt zum Kinde spricht:

Zuerst der Herr! Denn Sein ist jede Stunde,

Die freundlich uns des Lebens Pfad erhellt.

Sei fromm, mein Sohn, doch sei's nicht mit dem Munde,Des Herzens Zoll ist's, der dem Herrn gefällt.

Vor allem Andern kommt alsdann die Ehre!

Sie sei des Mannes höchstes, bestes Gut;

Sie sei's, die strenge jedem Unrecht wehreIhr weihe dich voll Manneskraft und Muth.

Lockt dich die Welt mit glänzend goldnem Schimmer,

Folg ihr, so lang das Jugendfeuor glüht.!

Doch wahre Tugend sei dir heilig immer,

Pflückst du die Blume, die am Wege blüht.

Der leeren Schmeichler giebts genug hienicden,

Drum krieche nie vor Einem auf der AVelt!

Der Lüge Kreis sei streng von dir gemieden;

Die Wahrheit ist's, die Manneskraft erhält!

Und nun, mein Kind, behüte dich der Himmel!

Liegt dann die Mutter auch schon längst in Ruh —

Ihr Rath lenkt treulich dich durch's Weltgetümmel,

Führt als Pilot dich sich'rem Halen zu."

Der Ehe des Grafen Thomas und der Gräfin Josefineentsprossen:

701 1. Karl Emich Philipp Wilhelm Franz, geb. 15. Sept.

1856 zu Bamberg. Er trat 27. Juli 1874 in's preuss. 2. hessischeHusaren-Regiment No. 14 in Cassel ein, wurde 11. Febr. 1875Fähnrich (als welcher er auf der Kriegsschule zu Cassel mehr-mals mit dem damaligen Prinzen Wilhelm von Preussen —nachmaligem Kaiser Wilhelm II. Säbel focht), 11. Febr. 1876Sek.-Lieutenant, 14. Febr. 1879 Regimentsadjutant und 14. Febr.1880 als persönlicher Adjutant zum Erbgrossherzog von Sachsen-