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Als Karl I. 9. Dee. 1739 die Venia aetatis zugesprochenerhielt, huldigte ihm Grünstadt 18. Febr. 1740, die HerrschaftWesterburg 22. Febr. 1740.
Dem Testament des Vaters entsprechend theilten erst die3 Brüder, wobei Ernst Monsheim, Va Neu-Leiningen, Obrigheim,
Wachenheim a.d.Pfr. nebst mehreren Höfen, Ferdinand Schadeckund Weltersburg, und Karl I. den Rest erhielt. Dann aber fandLetzterer sich mit seinen 2 Brüdern gegen ein Paragium abund übernahm allein die väterlichen Güter 1 ), Ordnung kamjedoch erst in die Verhältnisse, als zwischen den 3 BrüdernKarl I, Ernst und Ferdinand 17. Febr. 1742 und später 2. Dec.
1757 Primogenitur-, Suc-cessions- und Erbverträge abgeschlossenwurden, die fernere Landverkäufe des Grafen Ernst verhinderten,für das Haus das Erstgeburtsrecht in der männlichen Descen-denz und zugleich die Bezüge der Nachgeborenen und Töchterfestsetzten. Aus dem 1. Nov. 1748 von Karl I. mit Ferdinandabgeschlossenen Vertrage ist zu erwähnen, dass die Aussteuerder Töchter von der standesgemässen Vermählung derselbenabhängig gemacht werden solle. Die sonstigen Verträge der3 Brüder sind so zahlreich und ihr Inhalt meist von nur kurzerWirkung, so dass sie nicht einzeln aufgeführt werden 2 ).
Erwähnenswerth ist, dass Karl I. 6. Apr. 1740 das Witthumseiner Mutter von Sehadeck nach Gemünden verlegt, dass er15. Oet. 1744 mit seinem Bruder Ernst die Genehmigung zurAufnahme von 8000 fl. auf Schadeck durch Graf Ferdinandertheilte, dass 25. Nov. 1744 die Jagd zwischen der Alt- undNeu - Leininger Linie getheilt wurde, und Graf Ferdinand8. Januar 1746 die Neu-Leininger Hälfte an Schadeck an Karl I.
') Originalbrief Karts I. d. d. Westerburg 16. April 1740 im Archiv desGrafen K. E. z. Leiningen-Westerburg.
'0 Über Graf Karl I., Ernst und Ferdinand 134 Regesten, auch Original-urkunden im Archiv des Grafen K. E. zu Lein.-Westerburg.
Brinckmeier, Leiniugen. 21