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2 (1891)
Entstehung
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kämpfen könne, da es seiner Überzeugung nach nur die vomKönige beschworenen und 1848 wieder zurückerhaltenenRechte vertheidige. Einige Zeit darauf bekam Graf Karl vondem vom König Ferdinand anerkannten ungarischenKriegsminister Meshäros den Befehl, einzurücken, und reisteer auch sofort nach Pest, wo er den Ministe!' bat, ihn kaiser-lichen Truppen nicht gegenüberzustellen. In einem Briefe 1 )an seine Gattin d. d. Arad 17. Sept. 1849 heisst es ebenfallsu. A.: „Und wir dadurch nicht in die unangenehme Lage ver-setzt würden, gegen k. k. Truppen zu fechten." Ferner heisstes in gleicher Quelle von ihm: „Er suchte sich und sein Weibzu trösten, dass er absichtlich in den unteren Gegenden blieb,um nicht gegen seine früheren kaiserlichen Waffenbrüderfechten zu müssen."

Der Verlauf des Kriegs zwang ihn jedoch später dennochhiezu. In allen Kämpfen zeichnete er sich durch seine unver-gleichliche Bravour, sowie durch ein ausgesprochenes Feldherrn-talent aus. Die Generale Damjanich (der den Grafen nachjedem Kampfe neu beförderte) und Görgey hielten ihn sehrhoch; als er bei Isaszegh eine kaiserliche Batterie nahm unddieselbe wenden liess und mit derselben Bemannung den Feindbeschoss, liess Damjanich ihn nicht mehr von seiner Seite.Als Görgey Oberkommandant wurde, liess auch dieser ihnnicht mehr von sich. Görgey äusserte sich zum Sohn desGrafen Karl, zu Graf Hermann: „Ich hatte für den Fall meinesTodes Leiningen und keinen Anderen als meinen Nachfolgerim Oberkommando bestimmt, er war der Würdigste." Auchvon Levitschnigg sagt von Graf Karl: „Leiningen galt alstüchtiger Soldat, besass bedeutendes Ifeldherrntalent, war feingebildet und belesen und war der Einzige, der Görgey nach

') II. R. von Lovitsclinigg: Kossuth und soine Bauuerschaft (Post 1850)

I. S. 113.