Druckschrift 
2 (1891)
Entstehung
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Die Leiiiingen-Scliaumburger Linie.

524 Georg I.

Graf zu Leiningen-Westerburg, des heil. röm. Reichs Semperfrei,der Sohn Kuno's II. (No. 439) und Bruder Plhlipp's I., desStifters der Linie Leiningen-Leiningen (No. 453) u. Reinharts II.des Stifters der Linie Leiningen-Westerburg (No. 514); Georg I.selbst war der Begründer der Linie Leiningen-Schaumburg, dieunter seinen 3 Söhnen abermals in 3 Linien zerfiel 1 ). Geboren23. April 1533, wurde er zur Erhaltung des Erstgeburtsrechtsim Hause und zur Verhütung der Besitzzersplitterung zumgeistliehen Stand bestimmt und besass ansehnliche Pfründenin Trier (1534) und Mainz (1534 und 1541); er studirte 1545in Cöln und war dann am Hofe zu Brüssel.

Im oben (vor Philipp I. und bei Reinhart II) erwähntenWesterburger Vertrage von 1553 bekam er gegen Abtretungder Gesammtregierung an Philipp I. zuerst nur eine Apanage;in Folge der Reformation trat er aber vom geistlichen Standezurück und zum Protestantismus über und theilte daher 1557den ganzen väterlichen Nachlass mit seinen Brüdern 2 ), wobei

') Bemerkt muss werden, dass der Gesammtname aller Grafen lautete:Grafen zu Loiningen-Westerburg" bezw.Grafen zu Leiningen, Herren zu Wester-burg, Schaumburg pp."

-) Erbgrundtheilung d. d. Westerburg, 14. 1. 1557. Oberbronner 4kten,Speyer, E. 4287.