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2 (1891)
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nichts wissen, behielt seine protestantischen" Beamten und Be-dienten und erliess die mildesten Reverse; den Kapuzinernschenktet er auf deren Ansuchen von den Lungenfelder Güterneinen Platz für ihr Kloster in Grünstadt.

Unter Graf Phil. Ludwig wurde in Zinsweiler, Lothringen,ein Hochofen eingerichtet; man fertigte in diesem grosse gegosseneviereckige Ofenplatten aus Eisen, die in der Gegend rasch Eingangfanden und heute noch in Dörfern anzutreffen sind; häufigwaren sie mit biblischen Scenen geschmückt. Das Museumzu Zabern besitzt Einige davon, die Eine mit dem WappenLouis XVI. undnec pluribus impar", die andere mit1691Philipps Ludwig G. Z. L. H. Z. W. S. V. F. D. Id. R. R. S. F.",unten Bl. A. Z." (=Phil. Ludw. Graf zu Leiningen, Herr zuWesterburg, Schaumburg Vnd Forbach, Des Heil. Rom. ReichsSemperfrey'', undBlasonne ä Zinsweiler"); in der Mitte istdas Wappen des Grafen (1 und 4: Lein., 2: Rix., 3. Westerb.,Mittelschild: Schaumb.). Eine gleiche wie diese eben be-schriebene Ofenplatte nur mit dem irrtliüinlichen 1630 statt1690 besitzt Karl Emich Graf zu Leiningen-Westerburg,und stammt dieselbe aus Dörrenbach in der Pfalz, wo sie aneinem Ofen war.

1700 musste er den Schmerz erleben, dass sein einzigerSohn Johann Carl plötzlich starb, mit dem seine männlicheXachkommenschaft erlosch.

Graf Philipp Ludwig fiel im spanischen Erbfolgekriegam 16. Aug. 1705 auf dem Felde der Ehre; in der Schlachtvon Cassano, in der er als Cavallerie-General den rechtenFlügel commandirte, wurde um den Besitz der Steinbrückeüber den Ritorto, einen aus der Adda geleiteten Canal ge-kämpft; die Oesterreicher gewannen die Brücke, wurden aberwieder verdrängt; sie stürmtem von Neuem und Graf Phil.Ludwig war es, der sie selbst zum Sturme führte. Von einer