Druckschrift 
2 (1891)
Entstehung
Seite
51
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getreuen Dienste 1 ) 1.000 Mark kölner Pfennige auf die Frank-furter Bürger als Belohnung verschrieb, doch unter der Be-dingung, für dieses Geld entweder Güter zu kaufen, oder vonseinen eigenen Gütern bis zum Werthe von 1000 Mark inAnschlag zu bringen und sie dann von dem Reiche als Lehenzu empfangen.

Vermuthlich -in Folge der gemeinsamen Bewirthschaftungund Nutzung verschiedener Güter brachen mit dem verwandtenHause Runckel neue Streitigkeiten aus, doch wählten Siegfriedvon Westerburg (für sich und seinen Bruder) und Tielemannvon Runckel im Jahre 1800 zur Beilegung dm' ZwistigkeitenSchiedsrichter, wozu denn auch Agnes, die verwittwete Mutterder Westerburger, ihre Einwilligung gab 3 ).

Wie Adolph die Dienste Siegfrieds zu belohnen wusstc,wies auch König Albrecht I. kurz vor seinem Tode, dem Herrn,,Siffrid" von Westerburg für seine treu geleisteten Dienste undfür die Verluste, welche er seinetwegen erlitten habe, 1300Pfund Heller auf den Zoll zu Hammerstein an 3 ), die in drei Ratenzu entrichten seien.

Als Acltester bekam Siegfried die Herrschaft Westerburg;der Zweitgeborne, Heinrich, Geistlicher, erhielt zu seinem Unter-halte die Grafschaft Schaumburg, die von seiner Mutter Agneseingebracht war und welche Burg dieselbe auch bewohnte.Ueber ihr Eingebrachtes konnte sie frei verfügen.

') Lehmann, Lyn. v. "W"., Beilage No. 12, S. 122 u. Böhmer, Reg. Imp.No 438.

-) Das Original ist datiert: — „1300 an dem Antage des Dagis de doheyzit Epyphanie Dei."

3 ) Dat. Spyre, 3. Apr. 1308, Rogno X. Pergament, lateinisch; (Im Archivdes Grafen II. E. zu Lein.-Westerburg). Kaiser Albrecht wies das Geld aufseinen Zöllner zu Hammerstein, Heinrich von Cöln, Bürger zu Speier, an. S. auchBöhmer, Heg. Imp. nr. 644.

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