Druckschrift 
2 (1891)
Entstehung
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12
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376 Von Siegfried I. bis zur ersten Theilung in dieRunekler und Westerburger Linie.

1100 bis 1226.

Siegfried I.,

Herr von Runckel.

Die erste Nachricht 1 ) von ihm erhalten wir durch eineUrkunde 2 ) von 1100, in welcher der Erzbischof Engelbert vonTrier die Güter und Gefälle bestätigt, mit denen Siegfried I.das von ihm gestiftete, dem heil. Nieolaus gewidmete, bei Seckin der Herrschaft Westerburg gelegene Nonnenkloster Seligen-stadt begabt. Er erscheint hier als Besitzer der HerrschaftenRunckel und Westerburg; auch geht aus der nämlichen Ur-kunde hervor, dass er ein reicher freier Herr gewesen seinmuss, da er dem Kloster die beiden nahe bei Seligenstadtgelegenen grossen Wälder Querenberg und Lohn, sowie einendritten Wald schenkt; er behielt auch sich und seinen Nach-kommen über die Stiftung das Vogteirecht bei, das bei den-selben sich weiter vererbte. Jedenfalls muss er, gleich demmuthmasslichen Urahn Amicho des Hauses Leiningen, einHerr von grossem Besitzfund Reichthum gewesen sein undüber bedeutende freie allocliale Güter zu verfügen gehabt haben.

Siegfried residierte auf seiner Burg Runckel und nanntesich danach und zwar ist er jedenfalls der Erste, welcherurkundlich unter dem Namen „Runckel" auftritt. Im Uebrigenist nur wenig von ihm bekannt, auch nicht der Name seinerGemahlin und sein Todesjahr. Die Familiengruft im Stift zuGemünden giebt auch keine Auskunft darüber 3 ).

So viel sich ermitteln lässt, hatte er zwei Söhne:

') Aus dieser ersten Zeit waren nur spärliclie Nachrichten zu ermitteln.

O -Die Urkunde ist nur noch in Abschrift vorhanden. S. Lehmann, Dyn.v. Westerbg. S. 7.

a ) Nach des Archivraths Nnoch handschriftlicher Westerburger Chronikim Archive des Grafen K. E. zu Leiningen-Westerburg.