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Geschichte der Familien Mylius : Genealog. - biogr. Familienchronik der Mylius aller Zeiten u. Länder
Entstehung
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6) Marie Louise, geb. den 20.November 1824in London,heiratheteam 15. Juni 1846 in Mailand den dortigen Kaufmann Oskar Von niller,geb. den 19. März 1822 in St. Gallen, gest. den 18. Mai 1888 in Mailand,und starb in Poschiavo den 23. Juli 1862.

7) John Frederick, geb. den 5. Juli 1826 in London, lebt unver-heirathet als Kaufmann in Genua. Nach ihm ist die dortige Myliusstrassebenannt.

8) Caroline Eliza, geb. den 1. December 1827 in London, gest.ebendaselbst den 5. Juni 1828.

9) Henry Hodgson, geb. den 10. Juli 1829 in London, gest. eben-daselbst den 28. Januar 1835.

p Kinder von Georg Melchior. (7)

1) Sophie, geb. den 15. Juli 1834 in Mailand, gest. ebendaselbstden 12. September 1835.

12 2) Johann Julius, geb. den 17. Mai 1836 in Mailand, lebt gegen-wärtig (1894) daselbst als Inhaber des Bankhauses Enrico Mylius&Co.Am 16. Februar 1860 verheirathete er sich in Mailand mit EugenieMarie Schmutziger (geb. den 5. April 1838 in Mailand).

13 3) Friedrich Heinrich, geb. den S. Januar 1838 in Mailand.Nachdem er und sein älterer Bruder zwei Jahr lang im elterlichen Hausevon Professor Fresenius unterrichtet waren, wurden sie 1846 zu H. u.C. Bender nach Weinheim gebracht, wo Friedrich Heinrich, geliebtund geschätzt von seinen Lehrern, bis zum Jahre 1852 blieb. Er zähltedort zu den besten Schülern, so dass für ihn und ein oder zwei andereeine besondere Klasse geschaffen werden musste. Im Herbst 1852 ging ernach Elberfeld, beendete dort unter Dispensation v.on dem mündlichenExamen seine 'Gymnasialstudien glänzend und begab sich im Herbst 1855auf die Universität Heidelberg, wo ihn das Corps »Guestphalia« zu seinenMitgliedern zählte. Als aber sein Vater 1857 starb und ihm der Vorschlaggemacht wurde, dessen Stelle im Mailänder Geschäftshaus einzunehmen,verliess er die Universität und siedelte nach Antwerpen zum Besuch derhöheren Handelsschule über. 1859 war er bei Duf'our Brothers & Co.in London thätig und 1863 wurde er Associe des Hauses Enrico MvIius &Co.in Mailand. Hier verschafften ihm bald sein klarer, prakticher, scharferBlick, mit grosser Herzensgüte verbunden, seine Liebe zur Kunst, seineunermüdliche Thätigkeit allgemeinste Werthschätzung und Hochachtung.Im Jahre 1870 betheiligte er sich in hervorragender Weise an der Grün-dung des deutschen Hülfsvereins, dessen erster Präsident er zehn Jahrelang war. Als 1875 der Kaiser Wilhelm I. nach Mailand kam, überreichteer ihm mit einigen anderen deutschen Herren eine in Silber ciselirte Ge-denkplatte, deren artistische Ausführung seiner Leitung überlassen gewesenwar. Im Jahre 1880 gründete er ein eignes Handelshaus (Firma F. E. My lius)und übernahm und baute zwei Baumwollspinnereien und eine Weberei.