Schnabels Jubiläum.
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Der Natur der Sache nach vergingen Jahre, bis alle die als notwendigerkannten Neuerungen geschaffen waren und bis das Geschäft die bei allersorgsamen Aufrechthaltung des bewährten Alten und der selbstverständlichenPietät gegen seine Begründer unentbehrliche Umwandlung durchgemachthatte. Die erste dem neuen Besitzer zufallende Kommission war die FirmaSchäfer dc Kor adi in Philadelphia.
Am Ende des Jahres (375 war es der Handlung beschieden, einseltenes Jubiläum zu begehen. Karl Schnabel, der nachgerade nicht nurbei der Koehlerschen Kommittentenschaft, sondern im ganzen Buchhandel zueiner Berühmtheit gewordene „alte Schnabel," feierte am 28. Dezember (375den Tag, an dem er vor fünfzig Jahren als Laufbursche in das Geschäftgetreten war, in welchen? er sich im Taufe der Zeit durch rastlose Thätigkeitund nicht gewöhnliche Intelligenz unter drei Prinzipalen zum ersten Speditions-gchilfen heraufgearbeitet hatte. Er wurde vonseinem König durch Verleihung des goldenenVerdicnstkrcuzes geehrt, von? Thef, den Kom-mittenten und der Kollegenschast in entsprechen-der IDeise beschenkt und der Tag durch ein vonder Firma veranstaltctes Festessen gefeiert. Seit-dem genießt er als Pensionär der Firma diewohlverdiente Ruhe in Gohlis; möge ihm nochmanches Jahr derselben vergönnt sein.
In das Jahr (377 fällt die Gründung vonKoehlers eigenen? Pausstande. An? sä. Septemberdieses Jahres schloß er die Ehe mit BerthaSchall, aus der vier Kinder entsprossen sind, dreiSöhne und eine Tochter, von denen der ältesteSohn auf den Namen der Firma „Karl Franz" getauft ist (siehe Stammbaum).Dem jetzt noch in fröhlichsten? Kindesalter stehenden Träger des traditionellenNamens möge es beschieden sein, das Werk seiner Väter dermaleinst in? Sinne derVorgänger weiterzuführen und sich des gleichen geschäftlichen Erfolges zu erfreuen.
Seit der Übernahme des väterliche?? Geschäftes hatte das Augenmerkdes neuen Besitzers daraus gerichtet sein müssen, die bisherigen Geschäfts-räume der Firma mit größeren zu vertauschen. Das paus war den bei derimmer zunehmenden Kommittentenschaft stetig steigenden Ansprüche?? an Raumund praktische Einrichtung längst nicht mehr gewachsen. Auch die Ver-wandlung bisheriger Tagerräume in Kontore, die Abmietung von Kontor-und Tagerräumen, sowie von Niederlagen ii? dem gegenüberliegenden Grund-stück der Firma B. G. Tcubncr waren alles nur Notbehelfe, die die unum-gänglich nötige gründliche Neuordnung nur zu verzögern, aber nicht überflüssigzu machen vermochten. Wer, der es praktisch mit durchgemacht hat, dächte nicht
Karl Schnabel.