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Persönlichkeit Julius Arnvld's,
Jstrien und Dalmaticn, Cotta's Gcognosie in s. w. Mit Ende der 50erJahre hat Julius Arnold jedoch die Verlagsthätigkeit ganz eingestellt undseine Kräfte ausschließlich dem immer mehr aufblühenden Sortimentsgcschäftgewidmet. Der von Jahr zu Jahr zunehmende Fremdenverkehr in Dresdenveranlaßte ihn bereits im Jahre 1853 dem Geschäfte innerlich und äußerlichein besseres Aussehen zu geben. Es erfolgte ein erster Umbau durch denArchitekten Friedrich (jetzigen Stadtbaurath).
Diese Einrichtung hat bis zum Jahre 1861 bestanden. In diesemJahre erfolgte dann unter Leitung des Baumeisters E. Sonntag ein dieBuchhandlung und das Geschäft des Hoflieferanten Hesse umfassender Um-bau der Localitäten, welcher sehr kostspielig war. Es wurden nach dem Alt-markt heraus neue große Schaufenster mit ganz neuen Schäften angelegt,nach der Webcrgasse zwei große Fenster durchgebrochen und die Kellertreppeverlegt. Dadurch erhielten die ganzen Geschäftsräume mehr Licht und Luftund eine praktischere Platzvertheilung. In dieser 1861 geschaffenen Gestaltist das Local mit einigen durch das zunehmende Bedürfniß noch mehrRaum bedingten Verbesserungen bis auf den heutigen Tag geblieben, auchder hübsche, das ganze Vorderhaus umfassende Vorban ist damals mit an-gelegt worden.
Ueber die Persönlichkeit Julius Arnold's hier zu reden fällt mir sehrschwer. Ich habe vier Jahre lang als Lehrling, dreizehn Jahre als Gehilfein täglichem Verkehr mit ihm gestanden, er ist mir stets der liebevollstePrincipal gewesen. Nie hat er mir in dem langen Zeitraum ein unschönesWort gesagt, vielmehr war er stets bereit meine im Interesse des Geschäftsgemachten Vorschläge zur Geltung kommen zu lassen. Es war ebenfallsein Ehrenmann vom Scheitel bis zur Sohle, dabei von großer Herzens-gute und weichem Gemüthe, um keinen Preis hätte er Jemand das geringsteUnrecht gethan. Dabei hatte er einen etwas verschlossenen unselbstständigcnCharakter und ging allein, was ihm irgendwie Aerger und Verdruß bereitenkonnte, gern aus dem Wege. Für Literatur, Musik und Theater besaß erein ungemein feines Verständniß; insbesondere für das letztere hatte er,unterstützt durch ungewöhnliche musikalische Kenntnisse eine große Vor-liebe. Bis ziemlich an das Ende seines Lebens hat er wohl kaum jemalseine erste Vorstellung oder das erste Auftreten eines Gastes versäumt. Erbesaß die merkwürdige Fähigkeit, das dickleibigste Buch in kurzer Zeit durch-