Streitigkeiten mit dein Rath zn Dresden.
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und Musikalten in dein Comtvir bis zn ihrem Verkaufe unentgeltlich auf-gestellt.
Dresden, den 15. December 1802.
Christoph Arnold."
Wegen des Verkaufs seiner Buchhandlung kam Christoph Arnoldjedoch mit dem Rath in Dresden in Conflikt, weil Winkler in den Blätternbekannt gemacht hatte, daß er das Geschäft auch fernerhin unter der FirmaArnoldische Buchhandlung betreiben werde. Der Rath erklärte nämlich ineinem Schreiben an den Kurfürsten das Ganze für einen Scheinkauf, damitArnold die Administration des Adreßcomptoirs erhalten könne, da nachErlaß vom 14. October 1802 die Vereinigung des Adrcß-Privilegs miteiner Buchhandlung nicht gestattet wäre, und er solche sonst als Buch-händler in Pirna nicht bekommen haben würde. In einer Eingabe vom17. Januar 1803 verwahrt sich Arnold energisch gegen diese böswilligeUnterstellung des Raths; als Hauptgrund führt er an, daß er durch dieUebernahme des Adreßcomptoirs nicht mehr die nöthige Zeit habe, sichseiner Buchhandlung widmen zu können. Darauf scheint die Angelegenheitim Sande verlaufen zn sein. Trotzdem nun Arnold in der ErPachtungdes Dresdner Anzeigers ein festes Arbeitsfeld für seine Thätigkeit gefunden,ließ er doch das von ihm heiß ersehnte Ziel, ein Privilegium als Buch-händler in Dresden zu erhalten, nicht aus den Augen und endlich glücktees ihm auch, ein solches zu erlangen. Der Hergang war folgender. Durchdie Unterhandlungen, welche er behufs Erlangung des Pachtcs des DresdnerAnzeigers mit Frau verwittwete Richter gepflogen, war er auch in Ver-bindung mit den Gläubigern ihres verstorbenen Mannes getreten. DerHauptgläubiger war der Kriegsrath August Wagner. Dieser hatte, um seinGeld zu retten, das in Concurs gerathene Nichter'sche Geschäft mit demdaraus ruhenden Privilegium übernommen, was ihm am 7. December 1803auch landesherrlich bestätigt wurde. Da er aber nicht Fachmann war,wußte er nichts mit dem Geschäft anzufangen, und weil sich ihm nunArnold als Compagnon anbot, nahm er dies Anerbieten mit Freuden an.Beide wurden sehr schnell einig, am 17. December 1803 richtete Wagneran den Kurfürsten Friedrich August ein Gesuch, worin er darlegte, daßer bei seinem Vorhaben, die vormalige Nichter'sche Buch- und Knnsthand-