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mit 16855 Einwohnern unter bayrischer, 19 3 /ö □ M. mit circa84000 Einwohnern unter badischer, der Rest unter hessischerOberhoheit; nach einer 1889 in Amorbach aufgestellten Zu-sammenstellung: 16775,1966 Hektare. Seine Residenz hatteder Fürst in Amorbach aufgeschlagen und widmete sichbis zu seinem Lebensende dem Wohleiseines neuen Landes.Bei der Darstellung des wechselvollen Lebens dieses edlenFürsten darf eine grosse Lichtseite desselben nicht unerwähntbleiben: sein Verhältniss zu dem bekannten Schauspieler undDichter A. W. Iffland (geb. 1759, gestorben 1815).
Fürst Karl Friedrich Wilhelm war Zeit seines Lebensein Freund der schönen Künste, insbesondere auch der drama-tischen, und daher kam es, dass derselbe den seit 1779 inMannheim gefeierten Iffland auch nach Dürkheim rief und ihnhoch in Ehren hielt, wodurch sich auch des Letzteren Thätig-keit wiederholt auf Dürkheim und dessen Umgebung bezogenhat.
Nach Dürkheim war er zunächst durch ein Theaterstückgezogen worden, welches die Kinder des Fürsten: ErbprinzEmich Karl, die regierende Rheingräfin Elisabeth von Grum-bach und die regierende Gräfin Charlotte von Erbach, zu ihresVaters Geburtstag als Ueberraschung aufführen wollten. Eswurde „La feinte par amour" (Die Verstellung aus Liebe) vonDorat ausgewählt, und ging dieses Stück am 14. Aug. 1781,auf der im neuerbauten Jagdschloss Jägerthal bei IJartenburgbesonders eingerichteten Bühne unter der Regie Iffland's inScene 1 ). Ausser den 3 oben genannten Personen betheiligtensich noch die Nichte des Fürsten, die Prinzessin Salm, sowiedie Grafen Carl Christian und Friedrich Ludwig Christian zuLeiningen-Westerburg. Die Theilnahme der Letzteren beweist,
') Siehe: Deutsche Bühnengenossenschaft No. 35. 31. Aug. 1879 „DesFürsten von Leiningen Liehhabertheater in Dürkheim a, H." von A. Pichler.