Em ich. 48
Merkwürdiger Weise wird dieser Graf Emic-h, welcher,als der einzige Sohn, seinem Vater nach dem Erbrechte inder Regierung folgte, in der Stammtafel (Tab. I) desmediatisirten Hauses Leiningen ohne Ordnungszahl aufgeführt,während er doch die Regierung wirklich antrat. Derjenige,welcher späterhin als Emic-h V. erscheint, ist ein Sohn Jofricds,'des Gründers der Hartenburger Linie. Um nun eine Verwirrungzu vermeiden, schliesse ich mich der Stammtafel an und lasseEmichs IV. Sohn ohne Ordnungszahl.
Dass er wirklich der Sohn Emichs IV. war, erhellt ausdem Lehnbriefe Kaisers Rudolph von 1290 1 ) und aus demCompromiss seiner Schwestern (der Gräfin Adelheid vonSponheim und der Gräfin Agnes von Nassau) über beiderEmichs, des Vaters und des Sohnes, Hinterlassenschaft vomJahre 1293 2 ).
Er kommt nur in wenig Urkunden vor und hat sich auchanderweit nicht sonderlich bemerkbar gemacht; die Regierungtrat er mit dem Tode seines Vaters an, wurde von PfalzgrafLudwig dem Strengen 1278 als Burgmann aufgenommen,wofür ihm 300 Mark cölner Pfennige zugebilligt wurden 3 ),
9 Schoepflin, Als. dipl. II. 4-3.
2 ) Kremer, Diplom. Beiträge p. 256.
a ) Heidelberg, 14. Juni 1278.