Mittler leitet den Buchhändler-Unterstützungsverein.
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Im Festliede klang ihm entgegen:
„Liebe war sein schönes Walten,
Treue hat er stets gehalten.
Weder Glück noch Leid hieniedenRaubte ihm der Seele Frieden."
Es war ein Tag des Glückes nnd der Ehren für ihn, dessen reinerGlanz noch weit in die Zukunft leuchtete und wärmte.
Eben in diese Jahre siel seine nachhaltige Thätigkeit für diejenigeSchöpfung des Buchhandels, in welcher er seinem Herzen am besten Genügethun konnte: den „Untcrstützungsvcrein Deutscher Buchhändler und Buchhand-lungs-Gehülfen", dem er von dessen Stiftung angehörte. Seit dem 30. Juni1851 leitete er denselben, gemeinsam mit Berufsgenossen, mit denen ihn Freund-schaft verband: G. W. F. Müller, Julius Springer, Georg Winckel-mann, Rudolf Gärtner, Bernhard Brigl u. A. Bei seinem Eintritt inden Borstand zählte der Verein 447 Mitglieder und ein Vermögen von3500 Thalern; bei seinem Ausscheiden im Frühjahr 1862 war er auf1912 Mitglieder, das Vermögen auf 17163 Thaler angewachsen. DieGeneral-Versammlung ernannte ihn einstimmig zum Ehrenmitglied des Vor-standes.
Die nächsten Jahre gingen still dahin. Die Produktivität des Verlageshielt sich zwar auf der nämlichcü Höhe wie in den vorangegangenen Jahren;mehrere Gebiete der Litteratur blieben jedoch beinahe unbestellt: die Theologie,Geschichtswissenschaft, die Medizin, die Technologie und die publizistische Litte-ratur. Auch die polnische Schul-Litteratur ging zurück; dagegen gewannMittler iu der Schul-Litteratur 1860 durch Uebernahme des von Hopsund Paulsick herausgegebenen „Deutschen Lesebuches" in dessen Kursen vonTertia aufwärts eines der gediegensten und verbreitetstcn Unterrichtsbüchcr. —In einiger Pflege blieben die Statistik, durch Dieterici's Werke, der z. B.sein „Handbuch der Statistik des Preußischen Staates" (1858 bis 1861)herausgab, und die Naturwissenschaften, namentlich die Naturbeschreibung(Löw, „Dipteren", 1853 bis 1862; Wilde, „Pslauzeu und Raupen Deutsch-