Schwächen der Geschäftsthätigkeit.
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Dagegen wurde ein Drucker vor der Zeit losgesprochen, weil er „sich wenigfür unser Geschäft applicirt hat und auch übrigens sein Betragen uns nichtzum Wohlgefallen gereichte. Wir wünschen ihm gute Besserung, die er sehrnöthig hat, ob er gleich, durch falsche Eigenliebe geblendet, anderer Meinungist" (3V. September 1809).
Bei Dieterici's Liebe zum Berns, bei seiner eifrigen Thätigkeit in dem-selben und bei seinem Verkehr mit so vielen geachteten Männern Berlins wäreein stetiges Aufblühen seines Geschäftes zu erwarten gewesen. Aber seit einerKrankheit, die ihn in den ersten Jahren seiner Geschäftsführung befallen undeinen Einschnitt oberhalb des rechten Fußgelenkes nöthig gemacht hatte, warer niemals ohne Schmerzen an jener Körperstelle geblieben und fühlte er sichmehr und mehr an: freien Gebrauch des Beines verhindert. Ziel undFreude der Arbeit gingen ihm durch den frühen Tod seines Sohnes Karlverloren, der ihm, fünfundzwanzigjährig, am 29. Oktober 1817, in schneller,durch ein organisches Leiden hervorgerufener Krankheit, entrissen wurde.*)
Und das Geschäft selbst bietet einer Prüfung Schwächen dar: Dietericiarbeitete zu sehr als Buchdrucker und vernachlässigte den buchhändlcrischenBetrieb. Berlin war allerdings noch kein Verlagsort von Bedeutung; es zogSchriftsteller von außerhalb nicht nur nicht an, sondern hatte einheimische nochfortwährend an die von altcrsher übermächtigen Sammelpunkte des litterari-schen Marktverkehrs im Reiche verloren zu geben. Aber Dieterici unterschätzteauch seine Kräfte und seine Persönlichkeit und eignete sich die bestehenden bnch-händlerischen Geschästsnormen zu wenig an. Seine Verlagswerke tragen inden ersten Jahren ebenso oft den einfachen Druckvcrmerk: „Gedruckt beiW. Dieterici", als die den Verlag bezeichnende Angabe: „Bey Wilhelm
5) Der Verlust war um so schmerzlicher, als Karl Dreierlei als Bräutigamstarb. Der Vater widmete Fräulein Caroline Hoffmann, seiner „theuren Freundinund Tochter", eine kleine Denkschrift, in welcher er die tröstlichen, von freundschaftlicherTheilnahme und durch geistlichen Zuspruch gespendeten Worte zusammenstellte: ein schönesGedicht des Prorektors Seidel vom Grauen Kloster, die Grabrede des Predigers Wilmsenund eine Zuschrift des Propstes Hanstein. — Der angefügte Obdnktionsbericht desArztes, Geh. Rath Heim, bezeugte, daß organische Fehler ein längeres Leben unmöglichgemacht hatten.