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Geschichte der Familien Mylius : Genealog. - biogr. Familienchronik der Mylius aller Zeiten u. Länder
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Dialogus eines armen Sünders mit der H. Di ev faltigkeif. Strass-burg, bei Jobann Carlen, 1605 in 24£.

Ludwig Mylius aus Schweinfurt, wurde im Sommersemester 1586an der Universität Frankfurt a. 0. und im Wintersemester 1589 an derUniversität Jena immatrikulirt.

Conrad Müller, geb. in Nidda (Hessen), wurde alt Conrad Molitor

den 10. April 1591 an der Universität Heidelberg immatrikulirt, studirtedaselbst Theologie, war später Prediger in Neustadt a. d. Haardt und lebteschliesslich in Kaiserslautern. Er gab als Conrad Mylius heraus:

»Meletemata Catechetica vel Homiliae in Catechesin vel CatechismusHeidelbergensis, Neapoli Nemetum habitae et editae apud Hauen 1616«.

Sein Sohn Johannes Mylius, geb. in Neustadt a. d. Haardt, wurdeim Januar 1621 an der Universität Heidelberg immatrikulirt.

Georg Möller oder Mylius, geb. 1567 in Heiligenbeil i. Preussen.:< 1592 wurde er in Königsberg i. Pr. Subinspektor und Hypodidascalus beidem Pädagogium, 1594 Magister, 1596 Archipädagogus, 1598 Professor derhebräischen Sprache, dabei 1606 Beisitzer des Consistoriums und 1609Diakonus im Kneiphof, 1614 aber Professor und 1624 Licentiat der Theo-logie. Er starb in Königsberg den 1. März 1626.

Er gab eine Anzahl Predigten, Disputationen und andere Schrif-ten heraus.

Söhne von ihm waren:

1) Andreas, geb. den 25. März 1606 in Königsberg. Er studirtevon 1624 an in Königsberg und Wittenberg, wo er 1635 Magister wurde,sowie in Kostock (immatrikulirt im Januar 1633) und war von 1635 bis1641 Professor der hebräischen Sprache an der Universität Königsberg,auch wird er als Rektor der Kneiphofschen Schule von 1642 an genannt.Er starb in Königsberg den 22. November 1649. — Am 19. Januar 1637verheirathete er sich in Königsberg mit Brigitte, Tochter des KaufmannsJ ohann von Ackersdick.

Er gab ausser zahlreichen Disputationen etc. heraus:

»Grammatica Chaldaica. Danzig und Königsberg 1637 in 4£«.

»Syntaxis hebraea. Königsberg 1639«.

2) Georg, geb. 1613 in Königsberg, studirte in Wittenberg, woer 1636 eine Disputation: »Quod Litcratus nobilis sit« (Dass der Gelehrigein Edelmann sei) öffentlich vertheidigte und wurde später Pastor inBrandenburg bei Königsberg, wo er jedoch bereits 1640 starb. Er standzu den berühmten Dichtern Martin Opitz und Simon Dach in nahenBeziehungen und der Letztere sagt in einem Hochzeitsgedicht für GeorgMylius von diesem: »An den Ufern der Pregel singt niemand lieblicherdenn er, sei es, dass er Opitz folgt, sei es, dass er lateinisch die Lauteschlägt. Niemand versteht es trefflicher, die Frucht der Wissenschaft, seies in kirchlicher, sei es in profaner Sprache geniessbar zu machen«. —Im Jahre 1640 verheirathete er sich mit Anna, Tochter des KönigsbergerPredigers Georg Kolbe. Er starb bald darauf, noch in demselben Jahre.