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Geschichte der Familien Mylius : Genealog. - biogr. Familienchronik der Mylius aller Zeiten u. Länder
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»Mylius«, der sich später in seiner Vaterstadt als Arzt nicderliess und1575 als Revisor der Nürnberger Apotheken fungirte. Ein Sohn diesesJustinus dürfte Andreas Mylius gewesen sein, der den l. December1592 an der Universität Heidelberg immatrikulirt und den 29. Mai 1593»ob contumaciam« auf drei Jahre relegirt wurde.

Johannes Mylius oder de Milis, Dr. der Rechte, soll nach »Posse-vinus, Apparatus sacer I, S. 916 ein »Repertorium des Kirchenrechts«geschrieben haben. Wahrscheinlich aber liegt ein Irrthum oder eine Ver-wechslung vor und es ist gemeint des Dr. Nicol. de Milis »Repertoriumaureum. Frankfurt 1572«.

Rudolf Moller aus dem Minden'sehen, Magister (immatrikulirtin Wittenberg den 10. Mai 1525), Rektor in Osnabrück und Herford, 1534Pastor an St. Georg in Hannover, 1542 als Superintendent nach Hamelnberufen, wird hin und wieder Mylius genannt. Sein Bruder war Lauren-tius Moller, Pädagog in Hildesheim, sein Schwiegersohn Johann Siffri-dus, Pastor in Hameln, und sein Sohn folgte dem Borchard Rodewaltals Rektor der Schule in Hameln.

Christoph Mylius, genannt Baum oder Baumann, war im XVI.Jahrhundert evangel. luther. Pfarrer. Er studirte in Strassburg unter Bucerund Capito und wurde zuerst als Pfarrer nach Ortenberg, später von danach Frankfurt a. M. berufen. Denn dass er schon 153(5 in Frankfurt a. M.gewesen ist, erhellt aus einem Schreiben, das er an den Frankfurter Senatgerichtet hat und welches im II. Theil des Frankfurter Archivs Seite 141zu finden ist. Dasselbe war gegen Magister Petrus Gel tu er gerichtet, under erklärt darin, dass Geltner von Erfurt aus einen Brief an Magister J.Bernhard gerichtet und allen Frankfurter Geistlichen versprochen habe,»er wolle ihr lieber Bruder sein«. Der Eintritt Geltner's i:i das geistlicheAmt zu Frankfurt geschah aber im Jahre 1536 und man kann darausschliessen, dass Mylius schon zu dieser Zeit zur Geistlichkeit Frankfurt'sgehört hat. Dieser Mylius hatte viel über Geltner zu klagen und seinUnwille war so gross, dass er sich bewogen fühlte, im Jahre 1537 vonFrankfurt wegzugehen (siehe Theil II des Frankfurter Archivs, Kirchensachen;vergl. Seckendorfs Geschichte des Lutherthums in dem Personen-Verzeich-niss unter dem Namen Geltner, Johann Balthasar Ritter's: Evangeli-sches Denkmal der Stadt Frankfurt [Frankf. 1726 in 4£, 2 Alph. 12 Bog.],Kapit. IV § 12 Note s. S. 235 und ausser den genannten Schriften das,was inrZedler'schenUniversal-Lexicon im 22. Bande S. 1698 gesagt ist.) Vergl.auch die Kirchengeschichte der Reformirten zu Frankfurt a. M. (1751 in8V, wo S. 35 und flg. gesagt ist:. »Nach Melanders Weggang wurdenzwei neue Prediger Nicolaus Maetent und Christoph Mylius 1536angenommen, ihnen aber Petrus Geltner als Aeltester vorgesetzt. DiesenGeltner beschreibt Ritter als einen gelehrten, geschickten, arbeitsamen undaccommodabeln Mann. Er hat der Kirche wirklich wichtige Dienste geleistet,