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Geschichte der Familien Mylius : Genealog. - biogr. Familienchronik der Mylius aller Zeiten u. Länder
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9) Maria Salome, geb. eleu 5. November 1667 in Regensburg,heirathete Philipp Steinmetz, Ober-Mautner und Kücheninspektor desFürsten von Pfalz-Sulzbach.

G Kinder von Johann Sebastian. (6)

1) Maria Salome, geb. den 16. Juni 1679 in Sulzbach, gest. eben-daselbst den 26. März 1680.

2) Anna Esther, geb. den 6. Juni 1680 in Sulzbach, heiratheteam 20. Mai 1715 Johann Georg ßittner, Notar und Aktuar an derAkademie Altdorf und starb zu Altdorf 1745.

8 3) Johann Ludwig, geb. den 24. Januar 1682 in Altdorf. Er

besuchte die Schule zu Sulzbach und das Gymnasium zu Regensburgund ging zum Zwecke juristischer Studien 1704 auf die UniversitätJena und 1707 auf die Akademie zu Altdorf, wo er am 1. Dccembei des-selben Jahres seine Inaugural-Dissertation abhielt. 1711 begab er sich nachBuchbach in Franken, wo seine Eltern damals ihren Wohnsitz hatten, undhielt sich eine Zeit lang bei diesen auf. Später unternahm er eine Studien-reise nach bedeutenden deutschen Städten und führte dann eine Zeit langfür einige Leute an dem Kais. Gerichtshof zu Wien Processe, wo ihm von ver-schiedenen hochgestellten Persönlichkeiten eine Agentensteile bei dem Reichs-Hof-Rath zu Wien angeboten wurde. Er schlug dieses Amt jedoch ausund, seinem natürlichen Hang zur akademischen Thätigkeit folgend, begaber sich von Wien wiederum auf die Akademie zu Altdorf', wo er einigePrivat-Vorlesungen ankündigte und zwar mit solchem Erfolg, dass er sichverpflichtet fühlte, meistens sechs oder sieben Stunden täglich Collegia zulesen. 1714 wurde er Rath bei der Stadt Regensburg und begab sich vonAltdorf dorthin. Später wurde er Scholarcb und Mitdeputirter bei demReichsstädtischen Direktorium und 1725 Mitglied des inneren Raths vonRegensburg. Bald darauf wurde er vom Rath zu Regensburg nach Nürn-berg abgeordnet, um die Interessen der Stadt Regensburg bei dem damalszu Nürnberg zusammengetretenen Münz-Probations-Tage zu wahren. Erwar zu dieser Zeit »Aelterer Rath« von Regensburg, Consistorial- undMünz-Rath. 1728 wurden ihm die Stimmen der freien Reichsstädte Rothen-burg a. d. Tauber und Kempten bei den Regensburger "Versammlungenübertragen. 1732 erhielt er von Kaiser Carl VT. eine goldene Kaiserl. Gna-denkette, mit der auch einzelne Deputirte des Raths de]' freien Reichs-städte vom Kaiser wegen des einmüthigen Eintritts dieser Städte für diePragmatische Sanktion beschenkt wurden. Ausser mit der Verwaltung sei-ner Aemter und der juristischen Praxis an dem Kais. Hof- und Kammer-gericht zu Wetzlar beschäftigte er sich zwanzig Jahre lang auch privatimdamit, viele junge vornehme Standespersonen, die sich damals in Regens-burg zum Studium der Lage und der Verfassung der Regensburger Con-silien und des Rom. Reiches befanden, drei bis vier Stunden täglich injuristischen Studien zu unterrichten. Ausserdem führte er gleichzeitig anauswärtigen Gerichtshöfen viele und wichtige Processe. Er starb in Regens-burg den 3. Juli 1733 an einer Verletzung und Entzündung des Fusses