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lateinischen Silbenanhang
treibung
vensberg
iese Familie Mylius ist eine alte rheinische Adelsfamilie, welchebereits um 1350 urkundlich vorkommt und unter dem adeligenPatricia! der ehemaligen freien Reichsstadt Köln — anfänglichSchreibart »Myle« und erst später der Zeitsitte gemäss mit dem»ius« — erscheint. Ein Hermann von Myliusfindet sich um 1380 im erblichen Stadtregimente zu Köln. Bei der Ver-der Patriciergeschlechter aus Köln traf auch ihn dieses Loos, undfinden ihn 1416 als adeligen Vasallen der Grafen von der Mark, Ra-um! Mörs. Hermanns Urenkel, Arnold von Mylius, warkaiserlicher Oberst und Hauptmann zu Arnheim. Ihm wurde durch kaiserl.lliplom vom 2. März 1512 der althergebrachte Adel seiner Famile bestä-tigt. Er selbst fand den Heldentod auf dem Schlachtfelde von Pavia. Vonseinem Sohn Abraham stammt die holländische Familie van der Myleab, die sich im Gegensatz zu den anderen Zweigen der evangelischenReligion anschloss. Arnolds gleichnamiger Enkel hatte in den Religions-unruhen seiner Zeit die Güter, welche er in der Grafschaft Mörs besass,verloren, war nach Köln, dem ehemaligen Wohnsitze seines Geschlechtes,zurückgekehrt und hatte sich daselbst bleibend niedergelassen. ArnoldsSohn, Hermann von Mylius, erhielt auf dem im Jahre 1654 von KaiserFerdinand III. abgehaltenen Reichstage von Regensbnrg den Reichsadel, unddessen gleichnamiger Sohn Hermann, der als Bürgermeister von Kölnsich in den langwierigen Wirren des Krieges jener Tage durch treue underspriessliche Dienste hervorgethan, erlangte mit Diplom vom 8. März 1698die erneuerte Bestätigung des Adels seiner Familie und den Reichsrit-terstand. Die Familie von Mylius blieb nun fortwährend in Köln undbekleidete daselbst ununterbrochen die höchsten Aemter und Würden derStadt. Erst die Söhne von Johann Heinrich Arnold von Mylius tratenin fremde Dienste und zwar Hermann Joseph in königlich sardinischeund Anton Ulrich und Kaspar Joseph von Mylius in kaiserlichösterreichische. Anton Ulrich von Mylius hatte sich durch seineBravour bei dem Sturme auf die Festung Glatz im Jahre 1760 das Rit-terkreuz des Maria Theresien-Ordens erkämpft; er erhielt es in der sechstenPromotion des Ordens am 22. December 1761, war der erste Lieutenant, demdiese Auszeichnung zu Tlieil ward und wurde infolge dessen mit Diplom vom9. December 1775 in den Freiherrenstand erhoben. Weil aber seine beidenBrüder Hermann Joseph und Kaspar Joseph auch mannigfache Ver-dienste um den Staat besassen, wurde auch ihnen — in einem und dem-selben Diplom — diese Auszeichnung zu Theil. Diese drei Brüder stiftetendie drei freiherrl. Linien der Familie, von denen dielinie Anton Ulrichsgegenwärtig (1894) im Mannesstamme erloschen ist.
Uebrigens sei noch besonders darauf hingewiesen, dass keine einzigeder übrigen in diesem Buch genannten Familien Mylius irgendwelchen