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Erasmus Möller, Lohgerber in Arnstadt, gest. daselbst 1587. — 1Seine Frau war Anna, Tochter eines Bürgermeisters in Schleusingen.
Einziges (?) Kind von Erasmus Möller. ß
Wolfgang, geb. in Arnstadt 1580, nannte sich später Mylius. 1Er war vom Jahre 1(505 ab Knabenschullehrer und 3. Rektor nach LuthersReformation in der Schule zu Dornburg bei Jena, und von 1611 bis zuseinem Tode 1640, also beinahe 30 Jahre lang, Rastor in Flurstedt undOber-Trebra, wo er 20 Jahre lang die häufigen Beunruhigungen des30jährigen Krieges mit seiner ganzen Familie erfuhr und ertrug. Erstarb zuFlurstedt am 17. (oder 7.) März in seinem 60. Jahre, nachdem er 1638einen Schlaganfall gehabt und l 3 / 4 Jahre die Sprache verloren hatte. —Er verheirathete sich am 28. Januar 1606 mit Anna Walpra*), Tochtervon Mag. Philipp Fulder**) und Barbara Pezold***). Sie starb undwurde begraben zu Flurstedt am 18. November 1667 im 79. Lebensjahr,nachdem sie 34 Jahre mit ihrem Mann in glücklicher Ehe und 28 Jahreals Wittwe gelebt, und ausser ihren 10 Kindern 39 Enkel und 3 Ur-enkel gesehen hatte, von denen allersdings bei ihrer Lebzeit 7 Kinder und15 Enkel starben. Heinrich Jonas Rüling, Pastor in Sulzbach, hieltihr eine Leichenrede, die später mit dem Lebenslauf der Entschlafenenund einigen Totengedichten in Jena 1668 in 421, 7 Bogen, unter demTitel »Sichere Glückseligkeit der in dem Herrn Sterbenden nach Offen-barung Kap. 14, Vers 13« erschien.
Kinder von Wolfgang Mylius. (1) C
1) Wolfgang Heinrich, geb. den 15. April 1608 zu Dornburg. 2Vom Jahre 1621 an besuchte er die Schule zu Arnstadt, von 1623 diezu Rossleben, und 1629 die Universität Jena, wo er sich theologischenStudien widmete. Am 7. August 1632 erlangte er dort zugleich mit seinenbeiden Brüdern Andreas und Samuel Mylius den Grad eines Magistersder Philosophie. Zu Ostern 1634 wurde er als Hülfspredigerfür Mag. JakobBrandt in dem weimarischen Städtchen Rastenberg bei Buttstädt eingesetztund erhielt um das Jahr 1636 das Pastorenamt selbst in Rastenberg, nachdemMag. Brandt als Pfarrer nach Gross-Brembach b. Buttstädt berufen warund das ihm angetragene Amt eines Superitendenten in Königshofen inFranken abgelehnt hatte. — Am 10 Juni 1634 verheirathete er sich mit
*) Geboren zu Ichtershausen im Herzogthum Gotha am 28. März 1589. Wie wunderbardie Ehe zwischen ihr und ihrem Manne geschlossen wurde, darüber vergl. Löbers „Iiistoria Eccle-siastica Orlamündana" Seite 179.
**) War 1) Adjunkt der Pliilos. Fakultät in Jena, 2) Conrector der Stadtschule in Naum-burg, 3) Pastor und Adjunkt in Ichtershausen 39 Jahre lang von 1581—1620, 4) Pastor in Bischlebenim Herzogthum Gotha, wo er 1620 starb. — Geboren war er 1552.
***) Tochter von Nikolaus Pczolt, Gutsverwalter in Memleben.