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Chef des Bankhauses J. E. Mylius, dessen gegenwärtige Inhaber Pellegrinund Moris sind. Von Januar 1872 bis 1895 war Jakob Emil Consul desDeutschen Reiches in Turin. — Am 14. Februar 186L verheirathete ersich in Turin mit Nancy Augustine Emma Pellegrin (geb. den14. Februar 1840 in Turin).
6) Heinrich Julius, geb. den 10. März 1836 in Frankfurt a. M.,gest. ebendaselbst den 17. Januar. 1837.
7) Martin Arthur, geb. den 2. Oktober 1837 in Frankfurt a. M.,gest. ebendaselbst den 9. Oktober 1838.
9 8) Carl Jonas, geb. den 5. September 1839 in Frankfurt a. M.
Unter der Schaar junger Baumeister, die die Stadt Frankfurt durch stil-volle Bauten schmückten und das Ansehen der Frankfurter Architektenweithin verbreiteten, nahm Carl Jonas Mylius, der hochbegabte SchülerSempers, eine der ersten Stellen ein. Nach Beendigung seiner Studienkaum aus Italien in seine Vaterstadt zurückgekehrt, übertrug ihm die Ver-waltung der Senckenbergischen Stiltung, mit welcher der Name Myliusdurch die bedeutenden Schenkungen seines Oheims Heinrich eng ver-knüpft ist, den Bau ihres neuen Bibliothekgebäudes an der Eschenheimer-gasse. Der Bau wurde, nachdem Carl Jonas im März 1866 die Risseangefertigt hatte, am 20. Juni 1866 begonnen, und im November dessel-ben Jahres war er bereits unter Dach. Am 16. August 1867 legton dieAdministratoren und Revisoren den Schlussstein. Von den zahlreichenPrivatbauten, die Carl Jonas ausführte, seien genannt die Villen von Dr.Ziegler, Flinsch, W. Meister, Bankdirektor Ziegler, Dubois, Land-auer-Donner, Dr. Lucius, das Geschäftshaus von B. H. Goldschmidtin der Kaiserstrasse und die Häuser der internationalen Bau- und Eisen-balmbau-Gesellschaft an der Beethofenstrasse. Die gemeinnützige Gesellschaftübertrug ihm eine grosse Zahl ihrer Bauten in Sachsenhausen. Gemein-schaftlich mit Bluntschli, später Professor am Polytechnikum in Zürich,entwarf er den Plan zu dem »Frankfurter Hof«, dem Muster eines grossenGasthofbaues, der 1876 eröffnet wurde. Bei allen grossen Concurrenzaus-schreiben, an denen die ersten Architekten Deutschlands theilnahmen, wurdeCarl Jonas in Gemeinschaft mit Bluntschli in ganz hervorragenderWeise mit ersten und zweiten Preisen gekrönt, so bei der Concurrenz fürden Central-Friedhof in Wien (1871, erster Preis), für das deutsche Parlaments-gebäude,, für das Rathaus in Hamburg (1876, erster Preis), für das Univer-sitätsgebäude in Strassburg. Diese Erfolge verschafften Carl Jonas Myliusund B1 untsc.hli viele Aufträge zu bedeutenden Bauten auch ausserhalb Frank-furts, von denen namentlich die grossen Villen und Schlossbauten vonOberst von Kose], von Stumm und von Prinz Löwen stein zu nennensind. Alle seine Bauten zeichnen sich durch ein edles Maasshalten und durchruhige Würde aus, sie halten sich fern von den Uebertreibungen, in welchenmanche Meister der »deutschen Renaissance« sich gefallen. Grosse Sorgfaltund Gewissenhaftigkeit bewiess Carl Jonas auch bei der Ausführung dervon ihm entworfenen Bauten; meisterhaft*waren k seine Dispositionen undEntwürfe für die innere Decoration, für Eisengitter, Vertäfelungen, Decken,