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Entlassung allerdehmütigst auflohen sollen. Sollte dann Euer Kgl. Majest.bei Ertheilung sothaner Allergnädigster "Verabschiedung es zugleichauch gefallen können, die wenige aus hoher Königlicher grace miran noch zuguthe kommende Abrecbnungs-Gelder allermildest reichenzu lassen, und dieselbigen geruhen wollten, mich mit etwann einemanderen civilen Employ nach meiner wenigen Capacitc in hohenGnaden anzusehen, würde solcher Euer Königl. Majestät mildreichstenHuldt, bey herannahendem Alter, mich zu meiner nöthigen Susten-tation allerunterthänigst zu erfreuen und solches mit allerdemüthigsterTreue und Pflicht zu erkennen haben, bis ich in allertiefster Sub-mission ersterbe.
Euer Königl. Majest., meines Allergnädigsten Erbkönigs undHerrn, allerunterthänigster und treu verpflichteter KnechtChristfried Mylius.
Premierlieutenant bei dem Callenberg'schen Regiment, des CapitänStürups Compagnie.
Nachdem dieses Abschiedsgesuch unter dem 4. Juli desselbenJahres die königliche Zustimmung erlangt hatte, Hess sich Christfried in Barm-stedt in Holstein nieder, wo er auch Grundbesitzer wurde. Es gehörte ihmund seinen Erben dort bis zum Jahre 1759 das Grundstück der heutigen(1895) Apotheke, das er am 25. Oktober 1717 von Hans Heinrich Lafrentzkaufte. Er starb in Barmstedt vor dem Jahre 1739. — Seine Frau warMaria Elisabeth, Tochter des Pastors Krolle in Utrofan(?).
11) Johannes, geb. den 28. Oktober 1677 in Reichenbach i.V.,gest. in jugendlichem Alter.
Kinder von Johann Wilhelm. (5)
1) Anna Elisabeth, geb. den 11. Januar 1692 in Sinsheim, gest.bald nach der Taufe.
2) Margarethe, geb. den 28. August 1693 in Sinsheim.
Kinder von Johann Friedrich. (6)
1) Margarethe Elisabeth, geb. den 4. September 1701 in Lahr,gest. ebendaselbst unverheirathet den 23. März 1720,
2) Johann Friedrich, geb. den 26. Oktober 1704 in Lahr. Nach-dem er zunächst 5 Jahre lang bei drei prinzlichen Brüdern des HausesDurlach als Prediger auf deren Reisen fungirt hatte, erhielt er am 16.April 1733 die Berufung als Pastor nach Sexau, wo er bis zum 13. Juni1742 verblieb. Von 1742—1752 war er Pastor in Vörstetten und von1751 an Pastor in Mundingen. Dort wurde unter ihm, wie im ganzenLande, am .30. Mai 1756 das 2. Jubiläum der Einführung der lutherischenReligion feierlich begangen. 1771 trat ein Pfarrverweser an seine Stelle,und er zog sich nach Nieder-Emmendingen zurück, wo er in Folge einesSchlaganfalls am 23, September 1773 starb. — Seine Frau war Anna