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Geschichte der Familien Mylius : Genealog. - biogr. Familienchronik der Mylius aller Zeiten u. Länder
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Johannes Caspar schreibt im Kirchenbuch von Schöniels: »Und weil diesemeine heben Eltern acht Tage nach einander beerdigt worden, habe ichsie als Pastor Substitutes in ein von Ziegeln gewölbtes Grab einsenken undvermauern lassen.—Gott lasse sie allerseits und selig ruhen, tröste dieBetrübten nach solchen vielen und grossen Trauerfällen, und erfreue uns mitseiner göttlichen Hülfe um Jesu Christi willen. Amen!« — Seine Nach-kommen siehe weiter unten.

4) Anna Marie, geb. den 17. November 1613 in Schönfels.

5) Justina, geb. den 29. Jnli 1617 in Schönfels. Starb jung.

3 6) Wilhelm, geb. in Neumark. Er wurde Tuchmacher und dieWogen des dreissigjährigen Krieges verschlugen ihn nach Sinsheim in Baden,wo er sich verheirathete und starb.

4 7) Johannes, geb. den 8. Oktober 1627 in Neumark. Er war Bür-ger, Tuch scher er und »Kasten vorst eher« (Innungs-Schatzmeister) in Beichen-bach i.V. und starb dort am 5. Mai 1683. — Am 5. Oktober 1658verheirathete er sich in Beiersdorf bei Neumark mit Sibylle Magdalene,Tochter des Kais, gekrönten Dichters und Pfarrers in Beiersdorf GeorgMartius. *)

H Kinder von Wilhelm. (3)

5 1) Johann Wilhelm, geb. in Sinsheim, war Bürger und Tuch-macher in seiner Vaterstadt. ■— Seine Frau hiess Barbara.

2) Marie Elisabeth, geb. im Juni 1662 in Sinsheim, heiratheteden Markgräfl. Bad .-Durlachischen Landschreiber Philipp Moritz Wintherund starb als Wittwe den 20. November 1737 in Lahr.

3) Anna Katharine, geb. in Sinsheim, heirathete im December1692 in Sinsheim Wilhelm N. N., Pfarrer in Epfenbach (?).

6 4) Johann Friedrich, geb. 1667 in Sinsheim. Er war 24 Jahrelang Amtsschreiber der Heirschaft Lahr und starb in Lahr am 3. Mai1723. — Seine Frau war Katharine Elisabeth geb. Iiiegger.

Kinder von Johannes. (4)7 1) Gottfried, geb. den 1. September 1659 in Beichenbach i. V.

Er studirte Theologie, wurde dann Cantor in Kirchberg bei Zwickau, kamaber schon 1694 als 4. Lehrer nach seiner Vaterstadt Beichenbach underlangte dort 1709 die 3. Lehrerstelle. Er verliess Beichenbach i. V. spä-ter und starb in Gera den 27. December 1731 bei seiner Tochter Sibylle

*) Dieser Georg Martins, geb. 1597 in Asch in Böhmen als Sohn eines Bürgers undRathsherrn, war 1622 Pfarrer in Klinghard in Böhmen, wurde dort 1628 verjagt, war dann Privatlehrerund Organist in Brambach, 1631 Feldprediger. 1632 wieder ohne Amt in Brambach nnd von 1633 biszu seinem Tode 1679 Pfarrer in Beiersdorf b. Neumark. — Er ist der Stammvater einer zahlreichenPastorenfamilie. Einer seiner Enkel, Johann Christian Martius, geb. 1673 in Beiersdorf, verhei-rathete sich mit Sibylla Mylius, siehe Seite 90, so dass die Familien Mylius und Martius alsodoppelt verschwägert sind. Auf einen ähnlichen Zusammenhang zwischen der Familie Mylius undder Pastorenfamilie Brager wird weiter unten hingewiesen werden.