Druckschrift 
Geschichte der Familien Mylius : Genealog. - biogr. Familienchronik der Mylius aller Zeiten u. Länder
Entstehung
Seite
77
Einzelbild herunterladen
 

77

1681 dorthin zurück. Am 23. Mai 1683 wurde er an die Stelle seinesverstorbenen Oheims als Vicebürgermeister und Stadtsvndicus nach Plauenberufen. Lange Jahre verwaltete er sein Amt mit grosser Gewissenhaftigkeitund zur Zufriedenheit der Bürgerschaft. Die letzten Jahre wurde er voneiner Lungenkrankheit heimgesucht, an der er nach langen Leiden am 14.Oktober 1717 starb. Die Leichenrede des Superintendenten Mag. doli. GeorgeHerrmann wurde- unter dem Titel »Eines Regonten sorgfältiges Gebet« inPlauen 1717 in Fol gedruckt. Sein auf nebenstehender Seite abgedrucktesBildniss ist in gr. Fol. von dem Augsburger Kupferstecher Bernhard Vogelgestochen. Ueber das daran angebrachte Wappen vergl. S. 8. Auifseinen Leichenstein schrieb man:

»Es scheidet dieser Stein die Kranken und Gesunden,

Hierunter hab ich erst die Apothek gefunden«.

Am 23. Oktober 1699 heirathete er Johanna Margarethe, dieden 27. Mai 1677 in Leipzig geborene Tochter des Apellationsrathes Dr.Engelbert v. d. Burgk in Stötteritz bei Leipzig (gest. den 18. Juli 1719 inLeipzig). Sie verliehathete sich nach dem Tode ihres ersten Mannes den 8. Mai1719in Plauen mit Bürgermeister Beucht und starb daselbst den 17.Märzl790.

8) Johann Sebastian, geb. den 2. Februar 1657 in Plauen. Erbegann seine Lehre in der Goldschmiedekunst bei dem berühmten undkunstsinnigen Goldarbeiter Johann Rothenburger in Ulm im April 1674und wurde später in Augsburg selbstständig, wo er sich durch seine Kunsteinen berühmten Namen machte. Er war allgemein geachtet und hinterliessbei seinem Tode ein ansehnliches Vermögen. Er starb in Augsburg den13. September 1727. Die ihm gehaltene Leichenrede wurde gedruckt. -Am 20. Oktober 1692 verheirathete er sich in Augsburg mit Anna Lydia,der am 4. November 1644 geborenen Tochter des Bürgers und Silber-arbeiters M agn us Hopfner in Augsburg. Diese war vorher schon zweimalverheirathet gewesen, nämlich 1) den 18. April 1667 mit dem KaufmannAndreas Reinhard in Augsburg, der auf der Leipziger Ostermesse den16. April 1673 starb, und 2) den 18. September 1679 mit dem Bürger undGoldarbeiter Johann Abraham Jordan. Sie starb in Augsburg den 19.März 1728. Die ihr von Samuel Urlsberger, Pastor an St. Anna, gehalteneLeichenrede wurde mit dem Lebenslauf in Augsburg (Samuel Fincke) ge-druckt. Ihre Ehe mit Johann Sebastian Mylius war kinderlos, eineTochter erster Ehe, Anna Lydia Reinhard, heirathete den 15. Mai 1713den verwittweten Apotheker und Kirchenpfleger Johann Georg Michel.

9) Johann Andreas, geb. den 17. September 1658 in Plauen. 6Vom 27. Juli 1674 bis 15. April 1680 besuchte er die Landesschule Pforta,darauf die Universität Jena, wo erden 21. December 1680 immatrikulirtwurde, und war später Advokat und Senator in Plauen. Daselbst starb erden 6. Juni 1695. 1693 verheirathete er sich in Plauen mit Euphro-syne Weidlich. Aus dieser Ehe stammte nur eine Tochter.

10) Ernst Friedrich d. Jüngere, geb. den 13. März 1660 in 7Plauen. Er studirte an der Universität- Jena., wo er den 7. Juli 1680 im-matrikulirt wurde und war dann «bei den Kurfürstlich sächs IJocharräfl

O