sowie darauf mit dem Brand stein sehen Kavallerie-Regiment unterOberst-Lieutenant Herbrand Regel, Freiherr zu Kranichfeld (Kärnten), durchThüringen, Franken, Schwaben, Bayern und die Oberpfalz marschiren. InDonauwörth lag er 8 Wochen krank, worauf er nach Joditz als Pfarrerberufen wurde, wo er bis 1642 blieb, in welchem Jahre er nach Ahorn-berg bei Miinchberg kam. Hier starb er als Senior des MünchbergerKapitels und Adjunkt der Diöcese Hof nach 56 jähriger Amtstlnitigkeitden 17. Januar 1669. Die von Mag. Job. Friedr. Pertzsch, Superintendentin Münchberg, gehaltene Leichenrede wurde mit einem ausführlichenLebenslauf in Leipzig 1669 bei Christian Michael gedruckt. — JoachimFriedrich war dreimal verheirathet, doch war die 2. und 3. Ehe kinderlos.1) 1613 heirathete er in Elsterberg Christine, Tochter des verstorbenenLeipziger Buchhalters und Faktors Christoph Hertzog und nach derenam 30. Dezember 1643 erfolgten Tode 2) am 29. Oktober 1645 in Münch-berg Anna Elisabeth, Wittwe des Rathsherrn und Gastwirths NikolausSpengler in Münchberg, Tochter des Geräth- und Wagenmeisters zu UlmWilhelm Dämer. These starb in Münchberg den 11. Juni 1665. Seine3. Frau, mit der er den 14. November 1666 in Münchberg getraut wurde,war Margarethe Gertrud, Tochter des Pastors in Schauenstein JohannHeinrich Lessner, der später Pastor in Beyersdorf in Franken wurde.
23) Maria, heirathete Mag. Nikolaus Schnauder (geb. 1569),Rektor und 1629 Bürgermeister in Oolsnitz und lebte noch 1673.
Kinder von Joachim Friedrich. (3)
1) Benjamin Friedrich, geb. den 16. Juli 1616 in Elsterberg,besuchte vom 29. Juli 1628 an die Landesschule Pforta*), starb aber bereitsim Jahre 1629 au einem hitzigen Fieber in Naumburg a. S.
2) Balthasar, I
3) Christoph | Zwillin & e > §' eb - clen Oktober 1617 in Elsterberg.
Balthasar war von 1641 bis 1646 Cantor, von 1647 bis .1672Diakonus, von 1(572 bis 1684 Archidiakonüs und von 1684 bis zu seinemTode Pastor in Frankenberg in Sachsen. Mit dem Archidiakonat in dieserStadt war gleichzeitig das Pfarramt in Sachsenburg verbunden. Er starb,bevor er die beabsichtigte 2. Ehe in Gahlenz mit Anna, Wittwe des PastorPrimarius Israel Pistorius in Zörbig, geborene Ihie, eingehen konnte, den17. April 1685 in Frankenberg. — Am 14. Februar 1643 verheirathete ersich in Mitweida (rveil des schwedischen Einfalls wegen aus Frankenbergalles floh!) mit Sibylla, der am 29. Apiil 1618' geborenen jüngstenTochter des Mag. Noah Jahn (Janiis), von 1600 bis .1622 Pastor inFrankenberg. Diese starb den 18. Mai 1683 in Frankenberg. Die ihr vonM. Christ. Siegm. Facilides gehaltene Leichenrede erschien in demselbenJahre mit dem Lebenslauf unter dem Titel: »Frommer Christen geistlichesKleinod« in Chemnitz bei Job. Gabr. Gütner im Druck.
*) in den Schtilerverzeichnissen von rforta wird er Milius genannt.