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ein Gut des Herrn von Estorf, das wenige Jahre vor seinem Tode seinSohn Johann Friedrich Wilhelm Ferdinand übernahm. Er starb unerwartetgelegentlich eines Besuches bei seinem Schwiegersohn, dem Pastor Eich-horn in Garlsdorf bei Blackede den 5. Mai 1851. — 1815 verheiratheteer sich mit Clara, Tochter des Pastors Sarnighausen in Müden beiCelle, die als Wittwe nach ihrem Geburtsort zog und dort starb.
10) Marie Magdalene, geb. 'den 5. Februar 1785 in Grone,' gest.ebendaselbst den 10. Februar desselben Jahres.
Kinder von Anton Wilhelm Ludwig. (13)
1) Louise Sophie Auguste Friederike Juliane Henriette Katha-rine, geb. den 21. Januar 3801 in Celle, heirathete den 16. Januar 1817Dr. med. Carl Franz August Joseph Ader aus Hannover und starbden 23. März 1868.
2) Philipp Wilhelm Heinrich Ferdinand, geb. den 21. Juni1802 in Celle. In seiner Jugend durch Hauslehrer unterrichtet, erlernteer bei seinem Yater in Langlingen und Neuhaus die Landwirthschaft,pachtete im Alter von 21 Jahren von Landstallmeister von Spörken dasGut Molzen bei Uelzen und 1844 die Domäne Schladen am Harz, die er1869 abgab, um nach Langlingen zu ziehen. Er galt als einer dertüchtigsten Landwirthe in der Provinz Hannover, hat gegen 6000 MorgenHaideboden in Land und Forst umgewandelt, das Bittergut Langlingendurch sehr umfassende und kostspielige Meliorationen ertragfähig gemachtund die Güter Almsbeck und Posade dazuerworben. In Langlingen Hesser im Verein mit der Gemeinde die Aller eindämmen und richteteBewässerung für die Wiesen aus der Oker ein, was zwar sehr theuer undbeschwerlich war, aber den Ort wohlhabend machte, während er zuvor zuden ärmsten der ganzen Gegend gohö:te. Auch das Gut Molzen hat erdurch Culturen erst ertragfähig gemacht. Das Streben seines sehr unruhigenund äusserst thätigen Lebens war stets dahin gerichtet, seinen Mitmenschenzu nützen, seinen Kindern eine gute Ausbildung zu Theil werden zulassen und seinen Grundbesitz bis zur Grenze der Möglichkeit zu ver-bessern. Er hat diese Ziele erreicht, wenn auch nicht alles mehr bei seinenLebzeiten sich erfüllte. Dem Weifenthum und seinen Abwegen gegenüberverhielt sich Wilhelm Mylius stets ablehnend und erkannte im Voraus,dass das Weifenhaus durch sein Verhalten 1866 Preussen gegenüber seineSelbstständigkeit einbiissen müsse. Er war Mitglied des Gentralausschussesder Kgl. Landwirthschaftl. Gesellschaft, Mitbegründer des Provinzialvereinsin Uelzen für den Reg.-Bez. Lüneburg, Präsident und Begründer desLokalvereins in Goslar etc. Vom König Ernst August von Hannover wurdeihm der damals sehr seltene Titel »Amtmann« verliehen, da er demSohne seines einstigen Studiengefährten in Göttingen, mit dem er sehrbefreundet war, gern etwas Gutes erweisen wollte. Wilhelm Mylius starbin Langlingen den 16. Juni 1877. — In Carrow in Mecklenburg ver-heirathete er sich mit Dorothea Auguste Caroline Louise Cleve, geb.