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studirte bis 1721 unter Förtsch, Stock, Buddeus, Bus, Svrbius und Wuche-rer und war dann von 1722 bis 1735 Hauslehrer bei dem Baron vonWerthern in Lossa und Rothenberga, bei von Böttger, Erbherrn in Ich-stedt und Ringleben, bei Just Ludwig Schlemm, Amtmann inHarste und bei von Stiedenkron, damaligem Drosten zu Nienover inHannover. 1735 wurde er zum lutherischen Predigernach Carlshafen im Hes-sischen berufen, und trat am :■ 1 L . ACüJl
Himmelfahrtstage dieses Jahres . '■ S
daselbst sein Amt an. Als im 1| | \ I
Jahre 1741 das Amt eines
Pastors an der Egidienkirche W ^ m / MMMwF " Nzu Hannover erledigt, war, hieltauch er mit mehreren anderendort seine Probepredigt und, daer ein sehr guter Redner war,wurde er daraufhin zum Pre-diger an der Egidienkirche alsNachfolger von Johann HeinrichSchmidt gewählt und hielt am3. Adventssonntage 1741 seineerste Predigt. Aber nicht langesollte sich seine Gemeinde seinerfreuen, denn schon 1748 er-krankte er und in 8 Tagen hatteihn ein hitziges Fieber hinweg-gerafft. Er starb, 53 Jahre alt,am 9. Februar 1748 in Hanno-ver.*) Sein Amtsbruder Flügge,
Pastor an St. Georg und St.
Jakobi in Hannover, setzte ihmfolgende Grabschrift:
»Den Nieder-Rossla hat erblickt,
Den Jena hat mit Witz geschmückt,
Den erst Carlshafen hat gehört,
Da er das Wort des Herrn gelehrt,
Der, welcher hier auch sieben JahrIm Dienst des Hauses Gottes war,
Johannes Gottfried Mylius(0 Jammer! dass ichs sagen muss),
De: legte seine frischen BeinFrühzeitig unter diesen Stein,
In Hoffnung, dass sein grosser Hirt,
Sein Jesus, sie bald wecken wird.
Geh Wandrer! glaub und hoff auch so,
So bist du auch im Sterben froh!«
*) Sein oben reproducirtes Bild findet sich in Kupferstich in der ,.Hist. Myiiana" J., S. 97.