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Geschichte der Familien Mylius : Genealog. - biogr. Familienchronik der Mylius aller Zeiten u. Länder
Entstehung
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Rechtsgelehrten Dr. Zacharias Schilter und der Magistratspersonen eineAbschiedsrede »Ueber die Vermeidung der Faulheit« hielt. Im August1639 wurde er unter dem Rektorat von Prof. theol. Dr. Salomen Glass ander Universität Jena immatrikulirt. 1640 begab er sich nach Halle zuseinem Onkel, dem Magdeburgischen Hofrath und Salz-Grafen Dr. Johannvon Timaeus, der ihn zusammen mit einem Sohn der Schwester seinerMutter, Samson Grundmann, von zwei Hauslehrern, Joh. Volbrecht undKaspar Hennisch, später Diakonus in Schweinfurt, unterrichten liess. Am5. Sonntage nach Trinitatis, 5 Uhr abends hielt er privatim in Gegenwartvon Dr. Johann von Timaeus, des »Geleitsmanns von AVeissenfels« Joh.Pehnisch und der ganzen Timaeus'schen Familie eine Predigt, die ihm, alsdie erste, gut gelang, und recitirte eine griechische Chrie »über die Hoff-nung«. 1645 ging er auf die Universität Leipzig und blieb dort, diephilosoph. und theolog. Vorlesungen besuchend, bis 1646, wobei er imHause derWittwe von Mag. Behringer, gew. Archidiakon in Leipzig, wohnte.Zu Gerichshain hielt er seine erste Predigt und predigte dann einigemalin Brandis. Nachdem er sich darauf einige Zeit in Altenburg bei derSchwester seiner Mutter, der AVittwe von Dr. Bernhard Bertram, sowiein Kranichfeld und auf der Universität Jena aufgehalten hatte, erhielt erim Jahre 1651 als Nachfolger von Justus Treiber die Pfarre von Riech-heim und Gügleben, zur Inspection Kranichfeld gehörig. Er hielt am 24.Sonntag nach Trinitatis 1651 mit glücklichem Erfolge in Riechheim inGegenwart seines Onkels Mag. Antonius Mylius, des Sekretärs KasparDanz und des Pastors Sorge von Achelstädt und Borchfeld seine Probe-predigt und empfing am 6. November 1651 seine Berufung.*) Diese Pfarrehatte er bis zu seinem Tode, im Jahre 1686 zu Riechheim, inne, und nurim Jahre 1685 wurde ihm als Htüfsprediger sein Schwiegersohn, Mag.August Günther, 1688 Pastor in Achelstädt, beigegeben. Am 20.Januar 1652 vorheirathete er sich in Kranichfeld mit Anna Dorothea,der Tochter des berühmten Dr. med. und Physikus Veit Georg Schmidin Saalfeld, die Kammerjungfer bei der Fürstin Anna Sophie von Schwarz-burg, damals in Arnstadt, war.

Er gab heraus: »Poetischer Catechismus-Spiegel, darinnen sichfromme Hertzen allezeit mit Flügeln der Vernunfft zu Gott schwingenund ihre Andacht haben sollen. Arnstadt 1671 in 7 1 /. 2 Bogen.«

Ausserdem hinterliSss er neben verschiedenen anderen Manuseripten:

»Von des Adels gemeinen Herkommen, darob der fürnehmstenVölcker Gebräuche und Unterscheid. Auch woher die Wappen unsermDeutschen Adel zukommen« (Manuscr.)

4) Dorothea Marie, geb. d. 22. Dez. 1623 in Jena, gest. in Dresdenim Hause ihres Grossvaters mütterlicherseits Joh. v. Timaeus d. 17. Mai 1632.

5) Anna Elisabeth, geb. den 10. December 1625 in Jena, ver-heirathete sich mit Mag. Martin Bauer, Pastor in Heinrichs imLiineburgischen und später Rektor in Suhl, und starb im Wochenbett wiees scheint in Suhl 1660.

*) Es ist dem Verf. des Raumes wegen leider unmöglich, die bis ins Kleinste gehende Lebens-beschreibung dieses Mylius liier vollständig wiederzugeben und muss in dieser Beziehung auf dieHistoria Myliana" verwiesen werden.