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Geschichte der Familien Mylius : Genealog. - biogr. Familienchronik der Mylius aller Zeiten u. Länder
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Ueber die ältere Genealogie vergl. die Stammtafel S. 14.

I)

j§) Hans oder Johannes Möller oder Müller, vorher Gering*) 1

genannt, war Bürger in Prociia und dann Hauptmann unter Kaiser Karl V.,von dem er wegen seiner Kriegserfalirung sehr geschätzt worden sein soll.Der Tradition zufolge wurde diesem von Carl V. das noch heute von denNachkommen geführte Wappen (Taf. I) ertheilt.

Sohn von Hans Möller oder Müller. (1) R

Wolfgang Möller od. Müller, Bürger, Tischler, und dann Gastwirth 2in der freien Reichsstadt Augsburg, »ein rechtschaffener und frommer Mann«,wie ihn Dr. Friedr. Balduinus in der Leichenrede für seinen Sohn Dr.Georg Melius nennt. Kr starb in Augsburg. Seine Wittwe, deren Nameunbekannt ist, liess nach Balduinus (s. o.) ihren Sohn Georg, der bei demTode seines Vaters noch .jung war, sorgfältig in allen Wissenschaften unter-richten und »da damals Augsburg durch das Papstthum sehr beunruhigtwurde, so wünschte diese fromme Wittwe von Herzen, nachdem sie gehörthatte, dass in Wittenberg die heilige Lehre des Evangeliums blühe, inWittenberg einen Geistlichen zu linden, der ihr Sühnchen in der wahrenLehre des Evangeliums unterrichte«.

Kinder von Wolfgang Müller. (2) I'

1) Georg Müller**), der sich später Mylius nannte, geb. 1548 in 3Augsburg. Als Knabe wurde er von einem Bruder seines Grossvateis,einem frommen Manne, in der evangelisch-lutherischen Religion so unter-richtet, dass er bereits in seinem 7. Jahre über sein christTch-1 etherischesBekenntniss unzweifelhaft Zeuguiss ablegen konnte. Aus Augsburg ginger 1566 auf die Universitäten Tübingen, Marburg (wo er am 8. Mai 1571Magister der Philosophie wurde) und Strassburg, und widmete sich dortmit Eifer philosophischen, philologischen und theologischen Studien. Alser sein 24. Jahr erreicht hatte, also im Jahre 1572, wurde er als Diakonan der Kirche zum heiligen Kreuz nach seiner Vaterstadt Augsburg berufen,und sieben Jahre später, 1579, erhielt er das höchste kirchliche Amt in

*) Auch die meisten Nachkommen von Hans Möller fügten häufig dem Namen Mylius denNamen Gering hei. z. B.Georg Mylius, alias Gering dictus". So nannte sich noch hin und wiederMag. -loh. Antonius Mylius (S. 34), während nach ihm dieser Zusatz ausser Gebrauch kam.

'*) Der auf nächster Seite reproducirte Kupferstich dieses Dr. Georg Müller findet sich in derIIist, Myl." Auch sonst existiren noch mehrere Portraits von ihm (s.Hist. Myl. !", S. 35), dochsoll das hier gebrachte das beste sein.