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Geschichte der Familien Mylius : Genealog. - biogr. Familienchronik der Mylius aller Zeiten u. Länder
Entstehung
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mm-~\c'&5> egen Ende des 14. und wohl auch im Anfang des 15. Jahr-

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\\ (y hunderts lebte in Schleid David Gering,*) der dort eine

massive Mühle errichtete, die nach dem Zeugniss der »Historia

Mvliana« sich 1751 als Davidsmühle noch in jener Stadt befand, gegen-wärtig aber verschwunden ist. David Gering, allgemein »der reiche Mölleroder der »Davidsmöller« genannt, wurde den Familien Überlieferungen zu-folge der Stammvater vieler Familien Mvlius. Seine Nachkommen nanntensich zunächst Möller oder Müller und in der Zeit um das Jahr 1550, alsdie Sitte des Latinisirens und Gräcisirens der Familiennamen allgemeinüblich wurde, nahmen die meisten Zweige anstatt des Namens Möller oderMüller den Namen Mvlius an. Der ursprüngliche Name Gering oder Göringaber erhielt sich nur in einem Zweige noch einige Zeit, nämlich bei denNachkommen von Johannes oder Haus Möller, so dass diese sich »Mvliusoder Müller, sonst Gering genannt«, schrieben. Der Davidsmöller soll dreiSöhne gehabt haben, von denen dem ältesten als Kaiserlichen Hofrath vomKaiser ein besonderes Familienwappen verliehen wurde, während der zweiteMinister an einem sächsischen Hofe war. Der jüngste aber blieb im Besitzder Davidsmühle in Schleiz, sowie der bei Crimmitschau gelegenen Grei-fenmühle, die ebenfalls seinem Vater gehört hatte. Die Greifenmühle, dieer bewohnte, wurde »einem Rittergute gleich« erachtet. Sie steht noch heuteals »Gräffenmühle« **) in Neukirchen bei Crimmitschau.

Im Uebrigen ist die weitere Verzweigung aus umstehenderStammtafel zu ersehen. Die Letztere ist bis zu dem Punkte geführt, wodie Angaben durch sichere Dokumente belegt werden können, während vor-her lediglich Familientraditionen einen Anhalt boten. Dass aber die Tradi-tion sich auf Thatsachen gründet, dafür sehe ich einen Beweis in dem füralle hier angeführten Zweige vollständig oder nahezu gleichen Wappen.Eine Ausnahme macht nur die Familie von Johannes Möller, die den Bä-ren des Gering'schen Wappens führt. (Vergl. den Abschnitt über die Wap-pen.) Die Wappen sind übrigens, wie noch bemerkt sein möge, nicht etwain neuerer Zeit von der einen Linie auf die andere übergegangen, sondernsie finden sich bereits im Anfang des 17. Jahrhunderts bei allen Linien.

*) Der Name Döring oder Gering kommt im 14., 15. und 16. Jalirlmndcrt in Mittel- undSüddeutschland mehrfach vor!

**) Die Ansicht, dass die ..Gräffenmühle" ihren Namen von einer FamilieGräfte" erhal-ten hat, ist wohl irrig. Vielmehr dürfte umgekehrt die Greifenmühle den Besitzern den NamenGreifenmülier" oder Gräfte gegeben haben. 1589 wird als Besitzer der in Rede, stehenden Mühle einWolf Grefte (oder Greftemüller) genannt. Ob derselbe ein Nachkomme von David Gering war, wageich nicht zu entscheiden.