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Geschichte der Familien Mylius : Genealog. - biogr. Familienchronik der Mylius aller Zeiten u. Länder
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sowie von den Mylius ans Ansbach geführt. In silbernem Schild drei rotheRosen auf Stengeln und mit Blättern, die sich aus einem blauen halbenMühlrad*) erheben. Auf dem gekrönten Helm ein wachsender rother Greif**),der ein silbernes Mühlgetriebe***) in den Pranken hält. Verändert resp.vermehrt wurde das Wappen von Kaiser Joseph den 28. Juli 1768 fürErnst Heinrich Mylius, Edlen von Ehrengreif (Hinzufügung eines zweitenlinken Helmes mit Adlerflügel) und den 1. April 1789 für dessen SohnGustav Heinrich Freiherrn Mylius von Gnadenfeld (Hinzufügung einesdritten mittleren Helmes mit 3 Rosen). Der letztere Zweig ist mit der Enkelindes Gustav Heinrich erloschen. Eine abweichende Farbenanordnung zeigt dasim Uebrigen übereinstimmende Wappen des Bürgermeisters von Plauen, JohannBalthasar Mylius (1654 bis 1717), wie es sein Bildniss zeigt. Hier ist der Schildroth u. gold quergetheilt, oben drei silberne Rosen mit Blättern und Stengeln,unten ein schwarzes, halbes Mühlrad, goldener Greif mit schwarzer Mülil-trommel, Hehndecken rechts schwarz und gold, links roth und silber.Daniel Mylius, Pastor in Nerkewitz (1599 bis 1670), zu Abschnitt IV ge-hörig, hatte in seinem Siegel, wie auch sein Sohn und sein Enkel, anStelle der drei Rosen ein Lamm mit einer Fahne auf der Schulter (vgl. 2).Sein Zweig ist aber erloschen.

4) Taf. III, Fig. 2. Diese Combinatiou, deren Erklärung sich aus1) und 3) ergiebt, führt seit alter Zeit die in Abschnitt III, Abth. B auf-geführte Linie der Mylius aus Schleiz, deren in Dänemark lebender Zweiggegenwärtig dieses Wappen mit dem Benzon'schen vereinigt hat.

5) Taf. III, Fig. 3. Die Mylius aus Wetter (Familie 2), speciollder Regierungsrath Johannes Mylius (1612 bis 1680) und seine Söhne be-nutzten dieses Wappen, das die noch lebenden Nachkommen in etwas ver-änderter Form führen.

6) Taf. III, Fig. 4. Uraltes Wappen der Freiherrn von Mylius(Köln), Familie 8. Beschreibung siehe in der speciellen Genealogiedieser Familie.

7) Taf. III, Fig. 5. Wappen der Mylius aus Salzwedel ( Familie 10,erloschen 1792). In rothem Schild ein goldener Greif, der ein halbesMühlrad in den Pranken trägt. Auf dem Helm drei goldene Sterne. Deckengold und roth.

8) Wappen der Mylius von Gnadenfeld, verliehen vom KaiserFerdinand III., Wien den 28. Oktober 1652 an Herrmann Mylius von

Gnadenfeld****), 16001657 (s. Anhang). Die Familie scheint mit seinemSohn Otto Mylius von Gnadenfeld erloschen zu sein. Das Wappen selbstsiehe Historia Myliana I S. 11, No. VIII, h.

*) In Wappenbüchern mehrfach als ..Winkelmesser" beschrieben!

**) Der Greif scheint in Zusammenhang mit der früher dieser Familie gehörigen, einem Ritter-gute gleich erachteten Greifenmühle b. Crimmitschau zu stehen.

***) Aus diesem Miihlgetriebe sind in Wappenbeschreibungen und Wappenbüchern alle mög-lichen Dinge gemacht worden. So liest man von einerLaterne" oder einemStern", oder sieht inden Pranken des Greif einen Wasserkrug!

****) Ueber die Freiherrn Mylius von Gnadenfeld (Freiherrnstand und Prädikatvon Gnaden-feld" Wien, den 1. April 1789), die hiermit in gar keinem Zusammenhang stehen, sondern viel-mehr zu den Mylius aus Schleiz, Abschnitt III Abth. A gehören. S. an der betr. Stelle.