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Die Familie von Zabeltitz
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Guben, 1886 die Erben des Landrat Schdcll auf Stradvw, ok. Nr.44. 55. 99. 24g.

10'R Zabeltitz

bei Großenhayn in Sachsen, Stammsitz der Familie. 1344 im BesitzNvn Hans und Sicfert v. Z. Auch wol noch 1379. Knauth in seinerMsnig. illnstrata führt das Rittergut als das Stammhans derer vanPflug auf. Nikolaus Pflug befaß es 1549 und baute die dortige Kirche.Nach Königs Adelshislorie III. 822. kam es 1589 von Caspar Pflugau Kurfürst Christian I. von Sachsen. Später bis 1717 bildete eseinen Teil des Wittums der Kurfürstiu Anna Sophia und 1728 wurdees vom König August II. dem Feldmarschall Graf August Christophv. Wackerbarth zum Geschenk gemacht. Nach dem Tode desselben 1734kam es an seinen Adoptivsohn Graf Joseph Anton Gabaleon v. Wacker-barth-Salmour, und 7 Jahre nach dessen Tode kaufte 1768 KurfürstFriedrich August die Herrschaft für 119 999 Thaler au, überließ sieseinem Oheim, dem Prinzeil August Franz il'averius zum Nießbrauchund machte sie 1893 demselben zum Geschenk. 3 Jahre später starbder Prinz und hinterließ den Besitz seiner ältesten Tochter ElisabethUrsula Anna Cordula Ravcrc de Sape, vermält au Herzog v. Eseliguae(f 1849), welche den Besitz in den Kriegsjahren 1812 13 aufgebenmußte. Derselbe kam nunmehr durch Kauf au Herrn v. Wcißenbachaus Frauenhain, welcher ihn 1853 seinem Sohne Anton, -s 1861, hinter-ließ. Jetzt im Besitz der Witwe des Letzteren, ek. Nr. 7 und 8.

Zadel auf Ahnentafel, aber auch sonst werden von alten Chro-nisten mehrfach Frauen des Geschlechts a. d. H. Zadel aufgeführt.Es scheint eine Verwechselung mit Casel obzuwalten.

Ziunitz im Kreise Kalau mit 1439 M. Areal. Schon im Aufaugdes 11. Jahrhunderts gedenkt das Chrouikou des Diethmar v. Merse-burg des Ortes als eines der festen Schlösser des Landes und alseiner Residenz des Polcnherzogs Bvlcslav unter dem Namen Cicaui,Cizaui und Sciciaui, der vom sächsischen Annalisten Cziczani undZizezane geschrieben wird. (Berghaus erinnert, daß Scina Schilf undCiza iimtor nmnimasa., Symbol der Fruchtbarkeit, bedeute.) Von derBurg haben sich die Kellergcwölbe am längsten erhalten. 1391 heißtder Ort Czianitz. Erst nach dem Westfälischen Frieden, bis wohin alteZinsqnittnngsbücher mancher Ortscinwohner hinaufreichen, können dieNamen der Besitzer nachgewiesen werden: v. Bnxdorf 1648, v. Zabeltitz die Linie des Geschlechts ans Schlabendorf mag hier etliche Hebungenbesessen haben v. Schladen, v. Beeren, des Granges 1828, Gr.-Lhnar.Von diesen kam das Gut 1844 an die v. Patow.