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titzschen Siegel der Doppeladler bereits im 13. Jahrhundert sich findet,also zu einer Zeit, wo der Reichsadler noch einköpfig war, denn erstKaiser Siegismund im 15. Jahrhundert nahm den Doppeladler an.Der Doppeladler als Wappcnbild ist schon in ältester Zeit z. B. beiden schon vor 1250 ausgestorbenen Grafen von Botcnlauben *) zu finden,die ihn wachsend, wie die v. Zabeltitz, im geteilten Schilde führten, nurdaß der untere Teil des Schildes von Rot und Silber geschacht war.
In der Zeit, wo zuerst die Wappen als Erkennungszeichen für dendurch das geschlossene Visier unkenntlichen geharnischten Ritter auf-kamen, gab man Bildern, welche mit Leichtigkeit sich darstellen ließen,oder auch Tiergcstalten mit symbolischer Bedeutung den Vorzug. Auchwählte man solche Figuren, welche einen Anklang an den Familien-namen darboten, so daß das Wappen, daher die Bezeichnung der redendenWappen, eine bildliche Darstellung des Namens zeigte. Die vonDonops) führen eine Sturmleiter (dv nop ^ da hinauf), die vonRochow 3 Rochen aus dem Schachspiel, die von Quast Quäste, späterzu Leuchtern geworden, die von Olvenstedt ein Kamcel (olfend), die vonKotze einen mit einem Kotzen, d. h. einer Kutte bekleideten Mann, dievon Nammingen einen Bock (Ramme) im Schilde, die von Ribbeckeinen Rehbock auf dem Helme. Auch das Wappen der Städte Berlin(ein Bär), Storkow (ein Storch). Rochlitz (Rochen) möge hier Erwähnungfinden. In derselben Weise wählten wol am Ende des 15. Jahrhundertsdie von Zabeltitz mit Anspielung ans den ähnlich klingenden Nameneinen Zobel zur Hclmzicr. Das Wappen kann demnach seinem Helm-schmuck nach als redendes bezeichnet werden, wie auch Spener die vonZobeltitz im Meißnischen unter den Familien aufführt, grmo in apieeHominis eonvoniemtmiu vol nllnsionom gnnosiverunt. indem er als ihrWappenbild angiebt: mustolnm sezckbieniu son nmrom sobellinum evloruimturali.
Der Anzeiger für Kunde der deutschen Vorzeit, Organ des germanischen Museums,1864 Nr. 3, 1871 Nr. 6 dringt Beiträge zur Geschichte des heraldischen Doppeladlersund unter ihnen auch das Siegel des Grafen Otto von Heuncbcrg, der sich in derUrkunde noch Graf von Botcnlanbcn nennt, sowie das seiner Gcinälin Beatrix von 1181.**) v. Kröchcr, Geschickte seines Geschlechtes I, 18.