III
Einleitn ng.
ic der Jüngling gern auf seine Knabcnzcit zurückblickt, der Mannl mit Freuden der Tage seiner Jugend sich erinnert und der Greismit Befriedigung von den verflossenen Jahren berichtet, sv pflegt auchder Einzelne gern ans die Vergangenheit seiner Familie hinzuschauen,nn> an de» Thaten oder Vorzügen seiner Voreltern sich zu erfreuen.Und wer nun an eine lange Reihe ruhmreicher Ahnen sich als Gliedgeschlossen sieht, der genügt einer Pflicht kindlicher Pietät, wenn er,wie das Herr Leo von Zabeltitz ans Eichow gethan hat, den Ge-nossen seines Geschlechts eine Familiengeschichte zu übermitteln trachtet.Aber mit solcher Arbeit wird auch der Geschichtswissenschaft gedient,insofern ihr ja durch Mitteilung einzelner Züge aus dem Leben solcherPersönlichkeiten, die selbst in die Entwicklung der öffentlichen Verhältnisseneingriffen oder zu den Machthaber» auf Erden und zu bestimmten wichtigenEreignissen in inniger Beziehung standen, ein nicht zu unterschätzender Stoffzugeführt wird. Im Besondern wird eine Familiengeschichte einen wert-vollen Beitrag zur Sitten- und Cuttur-Geschichte des Volkes bietendann, wenn die Genossen des Geschlechts in solchen Kreisen des bürger-lichen Lebens sich bewegten, welche für die Beurteilung des Zeitaltersvon Bedeutung sind. Das ist aber gerade bei der Familie v. Zabeltitzder Fall. Glieder derselben stehen zu dem Mönchtum des Mittelaltersin inniger Beziehung, oder dienen als Ritter im deutschen Orden, anderebekleiden Stellungen am Hofe und sind Vertraute der Fürsten, ja selbstVormünder unmündiger Prinzen. Wir finden sie 1561 kämpfend gegendie Türken, im 3Vjährigen und im 7jährigen Kriege gelangen sie zuhohen militairischcn Ehren und auf dem Siegesdenkmal von Fehrbellinfindet sich neben dein Namen eines Derfflingcr auch der Name von