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Studien und Arbeiten. Diese führten ihn, ausgerüstet mit einer vorzüglichen, überaus kräftigen Gesundheitund Konstitution, die englische, französische und spanische Sprache, wie die deutsche Muttersprache und dasDänische voll beherrschend, teils ini eigenen Interesse, teils im Auftrage von Staaten und Gesellschaften,mit nur kurzen Unterbrechungen, zu vielen und interessanten Reisen. So ging er 1887 nach St. John,Tortola, Haiti, Jamaika und den Bahamainseln, 1889 nach Tuba und nach Westindien, zum Besuch derInseln Tobago, Grenada, St. Vincent, Barbados. 1891 nach Tobago, Venezuela, Ecuador. Die Zwischen-zeiten mit wissenschaftlichen Arbeiten und der Ordnung seiner Sammlungen ausfüllend, reiste er 1892 nachVenezuela, um die Asphaltlager am See von Maracaibo zu untersuchen. Im Juni 1893 nach Ecuador,um große Kaffeeplantagen für ein spanisches Haus in Paris anzulegen. Dieser letzten Aufgabe widmeteer den Zeitraum von 1893 bis 1897. Die Familie wohnte schon seit 1887 in Kopenhagen, seit Juni1897 in Tharlottenlund bei Kopenhagen. Dort lebte er mit den Seinen bis zum Oktober 1901, wo dieFamilie nach Leipzig übersiedelte, um der Tochter Antoinette Gelegenheit zu geben, auf dem dortigenKonservatorium ihre großen musikalischen Anlagen auszubilden. Dort voller Entwürfe für die Zukunft,in der zeitweisen Ruhe unausgesetzt bemüht, seine Kenntnisse zu erweitern und vor allem bestrebt, auch dierussische Sprache sich zu eigen zu machen, befiel „den vielgewanderten, der vieler Menschen Städtegesehen und Sitte gelernt hat" die tückische Krankheit, welche nach schweren Leiden seinem Leben am14. Mai 1903 ein Ziel setzte. Es war doch wohl schließlich der lange Aufenthalt in den Tropen, welcherein schweres herz- und Nierenleiden hervorgerufen hatte und diese deutsche Eiche untergrub, bevor sie esaHute, und den Tod herbeiführte in den besten Mannesjahren. Sein Bild und Nekrologe brachten diegelesensten Zeitungen, dem bekannten Botaniker, dem gewandten Schriftsteller ehrende Worte widmend.So aufs neue des großen Dichters Worte bewahrheitend: „Von des Lebens Gütern allen ist der Ruhm dashöchste doch." Die Familie beklagt in ihm einen stolzen Sohn, den liebenswürdigen verwandten, der trotzder Ungunst seiner Jugendjahre im Leben sich Stellung und Anerkennung erwarb und den Namen zuEhren brachte, im In- und Auslande. Er ruht auf dem neuen Iohannisfriedhofe zu Leipzig. sVIl.Abt. 6. R. 32.) von HeinrichsSchriften habe ich noch zu nennen:
1) Die Mahagoni-Schlägereien auf Santo Domingo im Globus, Band 57, Nr. 13.
2) Der Zuckerbau auf Tuba im Globus, Band 58, Nr. 4.
3) Die Manglares in Ecuador im Botanischen Tentralblatt Nr. 41, 1892.
4) iVluruMuceue uonnullus Ocuackorienses, daselbst Nr. 10, 1893.
5) In der Heimath des Tacao in der Naturwissenschaftlichen Wochenschrift, VIII. Bd., Nr. 6.
6) Die Insel Tobago, Deutsche geographische Blätter, Bd. 16, Heft 1.
7) Das Küstengebiet von Ecuador, daselbst, Bd. 17, Heft 4.
Die Familie verlegte ihren Wohnsitz von Leipzig nach Kopenhagen im herbst 1906, nachdemAntoinette ihre Ausbildung auf dem Konservatorium beendet. Heinrich war vermählt St. Troix den7. Juni 1873 mit Mathilde Camilla, geboren St. Troix den 22. Februar 1848, jüngsten Tochter desweiland Etatsrats Johann August Stakeinann, Vizegouverneurs der dänischen Inseln, Präsidenten derInsel St. Troix, und der Mary Jane, geb. Aarestrup. Dieser Ehe entstammen:
1) Oluf Friedrich Johann, geboren 24. Oktober 1874, gestorben 24. Februar 1875,
2) Olga Antoinette, geboren den 31. Dezember 1875 aus St. Thomas, vermählt Bursö beiNöbböllegaard 24. Oktober 1901 mit Ludwig Rosenberg, geboren 24. Mai 1876,Luuck. pbil. zu Kopenhagen,
3) Friedrich Christian, geboren den 11. November 1877 zu Kopenhagen sGeneration XV),
4) Antoinette Marie Mathilde, geboren zu Kopenhagen 9. Oktober 1879, gestorben daselbst16. November 1879,
°) Seine Sammlungen vermachte er der Universität Sund in Schweden, seine Familienpapierc, dir er geleitet ausschmählicher Zersplitterung, wie er mir schrieb, hat der Sohn, hoffentlich der Mann darnach, sie zu erhalten. Dai; er uclnicht entschließen konnte, sie dem Familienarchiv zu übergeben, beklagt niemand mehr, als der Verfasser dieier- ^uche-.