zusammen. Und weiter: Hätte dieser Staat jemals aristokratisch werden können, so müßten die vor-nehmsten Handelsfamilien seine Regenten geworden sein.
Maurer 12) sagt: Auch in Hamburg, wo sich keine Ritterschaft gebildet hat, ist aus den altenGeschlechtern ein Patriziat oder wenigstens eine höhere, nicht zu den Zünften gehörige Bürgerschafthervorgegangen.
Gallois^) sagt: Zwar kannte man in Hamburg keine eigentlich stadtadligen Geschlechter, wiein den süddeutschen Städten, aber sie wurden in Hamburg reichlich ersetzt durch die kaufmännische Geld-aristokratie auf deren Handelsbetrieb vornehmlich der Flor des Gemeinwesens ruhte.
Holm i4) sagt: Hainburg war der Schwesterstadt Lübeck in der Ginführung der Reformation zuvor-gekommen; es hatte seine bisher ganz aristokratische Verfassung bei dieser Gelegenheit durch Ginführungeiner Rontrolle durch die Bürgerschaft gemildert.
Der Name „Patrizier" ist in Hamburg nie beliebt gewesen. Leider möchte ich sagen, eine solcheoder eine ähnliche Bezeichnung wäre gemeinverständlicher gewesen und hätte mit kurzem Morl dieGeschlechter gekennzeichnet und aus der Masse hervorgehoben, die eben die vornehmsten und angesehenstenwaren. Sei dem, wie ihn: wolle. Unsere Vergangenheit und unsere Geschichte gibt der Familie eineQualität, die besteht, nicht mehr neu erworben werden kann, denn auch in der Vaterstadt haben sich dieVerhältnisse geändert, und die durch keine Nobiliticrung übertroffen werden wird. Genannte Qualität hatden Merl der Überlieferung aus grauer Vorzeit, des gewissermaßen Grerbten, jede Nobilitierung ist neu.
Alt Hamburg, Stadt meiner Väter, am stolzen Elbestrand,Wie strahlst du durch Jahre und Seiten im alten Sachsenland!Es blinken hell deine Sinnen, deiner Türme ragender Wald,
Deiner Elbe Fluten tragen der Schiffe bunte Gestalt!
Die der Meere Weiten durcheilen bis zum entlegensten StrandUnd des Weltalls Schätze führen, ein Segen dem Vaterland!Was einst die Väter geschaffen, verteidigt mit ihrem Blut,Die Freiheit, die Macht und die Ehre, das schützet der Söhne Acut!So blühe denn, Hochburg der Hansa, des Sachscnlandes Ruhm,Erhalte dir Glanz und Ansehn und freies Bürgertum!
Ja, selbst wenn Stürme brausen und deine Sonne sinkt,
In aller Zeiten Folge durch die Geschichte klingt,
Was einst am Elbestrande die königliche Stadt,
Weitschanend in deutsche Lande, der Welt gegeben hat!
") von Maurer, Geschichte der Städteverfassnng in Deutschland.") vr. sZ. G. Gallois, Geschichte der Stadt Hamburg.") Adolf Holm, Lübeck.