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1 (1888) [Hauptbd.]
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Orden und Ehrenzeichen: Ausser dem Kgl. hannov. Ernst August-Orden 2. Classe,den Kgl. preuss. Kronen-Orden 3. Classe und die hannov. Langensalza - Medaille. ! )

314. b) Carl Alexander Wilhelm Christian, geb. 5. Juli 1843 zu Gelliehausen,verliess Ostern 1865 das Pädagogium zu Ilfeld, studirte bis Ostern 1866 auf der UniversitätHeidelberg, bis dahin 1867 auf der Universität Göttingen und bis Ostern 1870 auf derUniversität Rostock. Trat im August 1870 in den Kgl. sächsischen Eisenbahndienst,in welcher Stellung er während des französischen Krieges von Anfang des Jahres 1871an 8 Monate lang in Frankreich commandirt war.

Als Bahnhofs-Inspector zu Königstein a. d. Elbe heirathete er am 26. April 1880:Charlotte Emilie Ottilie (geb. 24. August 1850), Tochter des mecklenb. - schwerin-schen Majors a. D. Friedrich Carl von Klein und der Agnes Eugenie geb. vonSchultz. Mit ihr und den sub 331 u. ff. genannten Kindern lebt er z. Z. als Bahnhofs-Inspector zu Aue a. d. Mulde im sächs. Erzgebirge. 2 )

315. c) Cuno Carl Theodor Eugen, geb. 4. August 1844 zu Gelliehausen,genoss bis Michaelis 1852 den Unterricht eines Hauslehrers, besuchte dann das Pro-gymnasium zu Osterode a. H., später die Realschule und das Gymnasium zu Güstrowim Grossherzgth. Mecklenburg - Schwerin. Ostern 1859 wurde er Cadet im Cadetten-hause zu Schwerin, trat Ostern 1862 als Unterofficier in das 4. mecklenb. Inf.-Bataillon,wurde im September d. J. Fähnrich, im December 1863 See.-Lieutenant mit Patentvom 25. Decbr. 1863 im 3. Bataillon zu Schwerin. Als solcher nahm er 1866 an demFeldzuge des 2. preuss. Reserve - Corps gegen Baiern Theil. Im October 1867 alsBataillons - Adjutant zum 1. Batl. 2. mecklenb. Füsilier - Regts. Nr. 90 nach Rostockversetzt, nahm Cuno im September 1868 seinen Abschied aus dem mecklenburgischenDienste und trat im folgenden Monate als Lieutenant mit Patent vom 2. August 1864in das 2. Bataillon des Kgl. sächsischen 8. Infanterie - Regiments Nr. 107 (GarnisonDöbeln) über. Im Juli 1869 zum Prem. - Lieutenant mit Patent vom 20. Juni 1869beim 1. Batl. desselben Regiments (Garnison Leisnig) avancirt, kam er noch im Octoberdesselben Jahres mit seinem Bataillon in Garnison nach Leipzig, wurde aber schon imJanuar des folgenden Jahres zum 3. Bataillon nach Würzen versetzt. Während desfranzösischen Krieges blieb er von Juni 1870 bis Juni 1871 als Gompagnieführer beimErsatz - Bataillon seines Regiments in Leipzig und kam erst dann zu seinem, zur Occu-pations-Armee gehörenden Regimente nach Sedan. Von dort kehrte er im November

1871 mit dem Regimente nach Leipzig zurück, besuchte vom 5. April bis 1. October

1872 die Militair - Schiessschule in Spandau und nahm im April 1874 seinen Abschiedaus dem Militair-Dienste. Sogleich trat er als Rentverwalter in den Dienst des Fürstenvon Schönburg - Waldenburg zu Glatzen in Böhmen, von wo er auf seinen Wunsch am1. October 1883 in gleicher Eigenschaft nach Lichtenstein im sächsischen Erzgebirgeversetzt wurde.

Er ist Besitzer der Kriegs - Medaillen von 1866 und 1870/1871. 3 )

Mit der ihm am 30. März 1875 vermählten Lina Marie Auguste Gabriele Amelie(geb. 25. Novbr. 1856), Tochter des Dr. Ernst Sigismund Puchelt, Kais, deutscherReichsgerichtsrath und der Amelie Dorothea geb. Nicolai, hat er die sub 333 u. ff.aufgeführten Kinder.

316. d) Bernhard Otto Adolf, geb. 6. Septbr. 1845 in Gelliehausen, widmetesich aus vorherrschender Neigung dem Berufe als Seemann, und machte probeweise(April 1859 bis Mitte Mai 1860) die erste Seereise nach Honolulu als Volontair. Nach-dem er später verschiedene Seereisen gemacht, auch die Navigationsschulen in Bremen,Vegesack und Elsfleth besucht und die Examina als Steuermann und Schiffer für grosseFahrt gut bestanden hatte, begab er sich nach Australien (Sydney), unternahm von daaus Forschungen im Korallen - Meere, bestand das für die Führung englischer Schiffeals Capitain erforderliche Examen und wollte darauf nach Deutschland zurückkehren,um sich mit seiner verlobten Braut zu verheirathen. Zu diesem Zwecke bestieg erdas nach London bestimmte englische SchiffStrathnaver", welches nachgewiesener-massen am 27. April 1875 unter Führung des Capitains J. Davey von Sydney mit ihm ab-gesegelt, von diesem Tage an aber spurlos verschwunden ist. Zweifellos ist das Schiff mit

] ) Eigenhändige Aufzeichnung; Iv. sächs. Rangliste pro 1884. 2) Eigenhändige Aufzeichnung.

3) Desgl.

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