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1 (1888) [Hauptbd.]
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Pflicht wurde, nahm er als Lieutenant seinen Abschied und lebte auf Gelliehausen, woer am 30. Mai 1710 starb und in der dortigen Kirche am 18. Juni feierlich beigesetztwurde.

1699 erbte er nach dem mit Moritz Wedekind v. U. erfolgten Aussterben desBernd - Sittich'schen Zweiges J / 3 von dessen Gütern.

In unseren Urkunden wird er 1668 (Reg. 1066) genannt; als Senior des Geschlechts,welches Amt er 1695 nach dem Tode des Lieutenants Ludolf v. U. übernahm, auch1699. (Reg. 1082.)

Aus seiner am 25. März 1680 mit Catharina Maria Magdalena (geb. 8. Nov. 1652,gest. 10. Januar 1721), der Tochter Dietrichs d. J. von Linsingen auf Burgwalde undBirkenfelde und dessen zweiter Gemahlin Catharina Elisabeth geb. von Hake a. d. LI.Tilleda, geschlossenen Ehe, gingen 5 Söhne und 3 Töchter (s. unten Nr. 277 u. ff.)hervor, von denen jedoch nur ein Sohn (Albrecht Christoph Carl) seine Nachkommenbis auf unsere Tage führte.

273. e) Heimard, stirbt zwischen 1692 und 1694.

274. f) Jobst, stirbt zwischen 1681 und 1683.

275. g) Heinrich, stirbt zwischen 1675 und 1681.

276. h) Hans, war 1659 todt.

Obige 8 Kinder des Lieutenants Ernst hiessen:xvii. gene- 277. a) Ernst Dietrich, geb. und gest. 1681.

278. b) Hans Heimart, geb. 1683, widmete sich dem Soldatenstande, inwelchem wir ihn jedoch mit voller Sicherheit erst kennen lernen, als er am 5. Januar

1712 zum Capitain im chur-hannoverschen Garde-Regimente ernannt wurde. 1 ) Da aberim spanischen Erbfolgekriege unter den hannoverschen Officieren des Jahres 1711 einLieutenant von Uslar der 7. Compagnie des 2. Bataillons Garde - Regiments genanntwird, 2 ) der mit Hans tleimart unzweifelhaft identisch ist, so dürfen wir annehmen,dass er um's Jahr 1702 seine militairische Laufbahn in dem genannten Regimente alsFähnrich begann, und darin bis zu seiner am 26. Januar 1723 erfolgten Beförderungzum Major des 2. Bataillons 5. Infanterie-Regiments in den verschiedenen Graden diente.1724, bei der Theilung dieses Regiments zum 1. Bataillon 7. Infanterie - Regimentsversetzt, avancirte er darin am 16. März 1730 zum Oberstlieutenant und Commandern'dieses Bataillons, aus welcher Stellung er im Mai 1741 mit dem Charakter von Oberstund Verleihung von Pension aus dem Dienste schied. 3 ) Eine anscheinend richtige Notizsagt, er sei dann bis zu seinem Tode Commandant von Göttingen gewesen.

Das Garde - Regiment, in welchem Hans Heimart bis 1723 diente, nahm unterseiner mehr oder minder sicheren Theilnahme an den bedeutendsten Aktionen desspanischen Erbfolgekrieges von 1702 1714 Theil. Ausser zahlreichen kleineren Gefechtenund Belagerungen, die bei von Wissel 4 ) aufgeführt sind, kämpfte das Regiment in denSchlachten bei Höchstädt (1704), Ramillies (1706), Oudenarden (1708), Malplaquet (1709).Des 1. Bataillons 7. Infanterie-Regiments, welchem LIans Heimart von 17241741 an-gehörte, geschieht Erwähnung 5 ): beim Bauern-Aufstand in Mecklenburg 1733; im Reichs-kriege gegen Frankreich: 1734 am Ober-Rhein, 1735 an der Mosel, 1736 bei dessenRückkehr ins Land.

Aus unserer Regesten-Sammlung ersehen wir, dass LIans Heimart am 11. Novbr.

1713 von seinem Vetter Melchior'scher Linie Christoph Dietrich und dessen SohneHans Philipp das Untergut Appenrode bis zum Aussterben seiner und der männlichenDescendenz seiner Brüder für 6000 Thlr. in Pfand nimmt. (Reg. 1086.) Den drittenTheil des Oberguts Appenrode, welcher seinem Vater beim Aussterben des Bernd Sittig'schenZweiges 1699 zugefallen war, hatte er bei der Erbtheilung nach des Vaters Tode schonempfangen.

Nach dem Tode des Oberstlieutenants Heinrich v. U. (1723) fiel das Seniorat aufihn. Die in den Regesten 1089,1090 und 1092 verzeichneten Belehnungen und Vergleiche

') Oldekop u. Maneke, Anciennetät der churf. braunschw.-lüneb. Officiere. (Mscpt. im Staatsarchivezu Hannover.) 2 ) Schweimke, Gesch. der Hannov. Truppen im spanischen Erbfolgekriege, S. 291.3 ) Oldekop u. Maneke, 1. c.; v. Wissel, Gesch. der Errichtung der chur-braunschw.-lüneh. Truppen (1786),S. 846, 852. 4) 1. c., S. 313-317. 5) v . Wissel, 1. c., S. 560.