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Adam Heinrich vermählte sich 1744 mit Anna Sophie (gest. 1759), der Tochterdes Hoyaischen Landsyndikus Ernst August Steigerthal. Die Kinder aus dieser Ehesiehe unten Nr. 234 u. ff. Von seinem 1753 verstorbenen Vetter, dem hessischenOberst Carl Albrecht v. U. (Nr. 197), erbte er den dritten Theil seiner Lehngüter. 1770,nach dem Tode des Majors Johann Friedrich Moritz, wurde er Senior der Familie(vgl. Reg. 1098) bis zu seinem am 30. Januar 1775 im fast vollendeten 66. Lebensjahreerfolgten Tode. Im Erbbegräbniss zu Bremke ist er beigesetzt.
233. k) Catliarin.1 Charlotte, heirathet den 27. Febr. 1737 den verwittwetenK. grossbrit.-hannov. Major Albrecht Christoph Carl v. U. (Ludolf. Linie Nr. 282).Sie stirbt den 10. Januar 1740.
Die Kinder des vorgenannten Obersten Adam Heinrich Messen:
234. a) Johann Georg, ist am 18. November 1744 zu Nienburg a. d. W. ge- " viii. Gene-boren, studirte in Göttingen und wurde am 23. November 1765 zum Canzlei - Auditor ra,l0n 'in Hannover ernannt. Unsere weitere Kenntniss über ihn beschränkt sich auf folgende
einem Manuscript 1 ) entnommene Nachricht, die wir mit kleinen Ergänzungen hier wört-lich wiedergeben:
„Sein Vater war Oberst. Bei den mit ihm angestellten Examinibus und beiBeurtheilung seiner Arbeit wurde sein judicium practicum in Zweifel gezogen. Erwurde indessen am 28. October 1769 Hof- und Canzleirath in Hannover und 1783daneben Ritterschafts-Deputirter für den Geh. Kriegsrath von Münchhausen und 1788für von Bülow Regierungsrath in Stade.
Er hatte Arbeits - Routine, machte seinen Rang geltend, verliess indess die Re-gierung und Stade, als er 1803 bei der Occupation durch die Franzosen persönlicheUnannehmlichkeiten hatte. Er wohnte darauf in Göttingen und privatisirte. 1805 kehrteer nach Stade und auf seinen Posten zurück. Er konnte sich mit Hake, dessen Platzer haben wollte, nicht vertragen. Man sagt, er sei Regierungsrath geworden, weil derCammer-Präsident von W gehofft, dass er seine Tochter heirathen würde.
Er hat sich nicht immer mit Weintrinken in Acht genommen und hatte inHannover den Namen „Hofrath Franzwein," weil er auf dem grossen Club mit demDepeschen-Secretarius Partz oft Wein in ! / 4 Bouteillen trank."
Sonst hören wir von ihm, dass er ein grosser Freund der Bürger'schen Musewar, 2 ) und dass er, nachdem er 20 Jahre hindurch (seit 1790) das Amt eines Seniorsfam. geführt hatte, am 29. Januar 1810 in Stade unvermählt starb und auf dem dortigenWilhadi - Kirchhofe begraben ist.
235. b) Melchior Henning Adam, geb. 29. Septbr. 1747 zu Nienburg a. d. W.,scheint ein öffentliches Amt nicht bekleidet zu haben. Es ist von. ihm nur bekannt, dasser unvermählt am 21. Januar 1802 zu Elbickerode am Schlagflusse starb.
236. c) Ludolf Wedekind, geb. 12. Juni 1750 zu Nienburg a. d. W., tratam 24. Juli 1773 als Auditor beim Amte Herzberg in den Staatsdienst, wurde am
18. April 1780 tit. Drost daselbst; wirkl. Drost zu Siedenburg den 4. Mai 1781; ver-setzt an das Amt Friedland am 26. April 1793, wird er dort Oberhauptmann den7. Mai 1795 und stirbt als solcher unvermählt am 20. Mai 1817. 3 )
Er war Senior des Geschlechts von 1815 bis zu seinem Tode.
237. d) Hans Ernst. Geb. 20. März 1752 zu Nienburg a. d. W., trat er am
19. Decbr. 1770 als Fähnrich beim 1. Bataillon 2. Infanterie - Regts. in den chur-hannoverschen Militairdienst. Am 6. Novbr. 1778 zum Lieutenant im 1. Infanterie-Regiment ernannt, avancirte er am 16. Juni 1789 zum Capitain in demselben Regimente,marschirte als solcher 1794 in dem Kriege gegen Frankreich mit dem hannoverschenAuxiliar- Corps nach den Niederlanden, wurde am letzten der drei Gefechtstage(29. April 1794) bei Moucron am Kopfe verwundet, gerieth in Gefangenschaft, genaswieder, starb aber an einem Fieber im Hospital zu Amiens den 3. Juli 1794 unvermählt. 4 )
>) v. Spilcker, Collectaneen in der Bibliothek des Rist. V. f. Nieders. in Hannover, Tom. XVII,S. 95; vgl. Jacobi u. Kraut, Annalen der br.-lüneb. Churlande, III. Jahrg., S. 195. — 2 ) Strodtmann,Briefe von und an Gottfr. Aug. Bürger, II, S. 181. — 3 ) Nach amtlichen Documenten der hiesigen Kgl.Landdrostei; vgl. Jacobi u. Kraut, 1. c., VII. S. 497; IX, S. 668. — 4 ) Oldekop u. Maneke, 1. c.; v. Sichart,
1. c., IV, S. 377, 627 u. 628; Notizen im Familien-Lehnsarchive.