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Jahre 1699 erbt er nach dem mit Moritz Wedekind erfolgten Aussterben des Manns-stammes der Bernd Sittich'schen Linie '/ 3 von dessen Lehngütern.
Er war in erster Ehe vermählt mit Sabine Elisabeth, LIans Werner's v. U.Tochter (s. unten Nr. 214), in zweiter Ehe mit Marie Margarethe geb. von Boineburg.Seine Kinder siehe unten sub Nr. 138 u. ff.
135. e) Juliane.
136. f) Dorothea.'
137. g) Margarethe Elisabeth.
h) Heinrich, der Stifter der Appenroder Linie. Seine Biographie und Descendenzsiehe unten sub Nr. 223 u. ff.
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Georg (Nr. 134) hatte eine Tochter aus erster Ehe:
138. a) Christine Philippine,
und folgende 2 Söhne aus zweiter Ehe:
139. b) Otto Werner, geb. 21. Juni 1678, erhielt seine Erziehung im elterlichenHause, trat dann auf besonderen Wunsch des Landgrafen Carl von Hessen zu Wanfriedam 4. März 1693 als Leibpage in dessen Dienst und folgte in dieser Eigenschaft demSohne des Landgrafen, Philipp, in dem Feldzuge nach Savoyen. Nach dem am4. November 1694 im Felde erfolgten Tode seines Prinzen kehrte Otto Werner nachWanfried zurück, musste aber in Folge Erkrankung bald das elterliche Haus aufsuchen.Als er genesen, trat er in die Dienste des Kurfürsten Ernst August von Hannover undmachte unter seinem Oheim, dem Oberstlieutenant Heinrich v. U., den Feldzug inBrabant (1696) mit. Dort diente er auch als Corporal unter dem Bittmeister Behr zudessen grösster Zufriedenheit während eines zweiten Feldzuges. Nach beendigtem Kriegeund erfolgter Reduction des Heeres ging er zu Haus, wurde bald darauf krank unddadurch an seinem Wunsche der Wiederaufnahme des Kriegshandwerks verhindert. Inder Blüthe seiner Jahre starb er am 28. April 1702 an der Schwindsucht.•)
140. c) Christian Carl Friedrich. Alles was wir von ihm wissen, beschränktsich auf sehr wenige Notizen. Geboren am 3. October 1697, lebte er später ohne An-stellung auf Appenrode, wo er als Verschwender und Schuldenmacher der Familie wenigEhre machte.
Der Landgraf von Hessen hatte im Jahre 1724 eine nicht näher bekannte Ver-anlassung, ihn verhaften zu lassen. Aus dem darüber erstatteten Berichte des Amtmannszu Retmarshausen vom 23. März d. J. 2 ) erfahren wir Folgendes: Ein zu Angerstein beiGöttingen einquartierter hessischer Lieutenant, Namens Wallenfels, ein intimer FreundCarls v. U., kam eines Tages nach Gelliehausen, wo sich in dem Uslar'schen Gutshauseeben zahlreiche Verwandte — darunter auch Carl — eingefunden hatten. Wallenfelsbot sich seinem Freunde für den Rückweg als Begleiter an, zugleich seine Gastfreundschaftin Appenrode für die Nacht in Anspruch nehmend. Als sie nun auf dem Wege dahinin den s. g. Hagen kommen, wendet der Lieutenant sich gegen seinen Freund mit denWorten: „Bruder, Du bist der Gefangene des Landgrafen von Hessen," worauf Carlerwiedert; „Du handelst nicht rechtschaffen an mir" und den Degen ziehen will. Aberbevor ihm dies gelingt, wird er von den zuvor in den Hinterhalt gelegten hessischenCavalleristen und Infanteristen unter Kolbenstössen vom Pferde gezogen, eine Streckeweit zu Fuss fortgeschleppt, dann aber wieder aufs Pferd gesetzt und nach Casselin strengen Arrest gebracht. Alles Weitere über die Sache bleibt unaufgeklärt.
Nach dem mit dem Tode des Obersten Carl Albrecht v. U. erfolgten Aussterbendes Hans Ernst'schen Zweiges erbt Carl ein Drittel seiner Güter. Er starb am 16. Juni1764, nachdem seine am 26. April 1718 ihm angetraute Gemahlin Anna Juliane,Tochter des Heinrich Ludwig von Berlepsch a. d. H. Hübenthal, ihm bereits im Mai1739 im Tode vorangegangen war.
XVII. Gene-ration.
') Nach seiner (ungedruckten) Leichenpredigt, im Besitze des Frhrn. H. von Uslar-Gleichen inDresden. — 2 ) „Nachricht von den Häusern Alt- und Neu-Gleichen und beider bisher exercirten Ge-rechtigkeiten" im Staatsarchive zu Hannover.
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