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1 (1887)
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vor dem Ertrinken gerettet. Bei dieser heldenmüthigen Vertlieidignng ward Hermannvon Wrangel zuletzt verwundet, übermannt und gefangen genommen.

Erst beim Frieden zu Knäröd 1613 erliielt. er seine Freiheit wieder. Bei seinerAuslieferung wurden 326 Reichsthaler für seine Person und 32 Reichsthaler für 32 WochenVerpflegung gezahlt. Sein königlicher Kriegsherr belohnte Hermanns aufopfernde Helden-tliat bei Wittsjö dadurch, dass er ihn später von Stufe zu Stufe beförderte und ihn zu-nächst 1616 zum Oberst und Commandanten von Kalmar ernannte, ihn aber noch in dem-selben Jahre daselbst als Statthalter über Schloss und Kreis einsetzte und ihn 1619 zumBefehlshaber der Festung und des Kreises Elfsborg machte.

Im Jahre 1621 ernannte ihn der König von Schweden während der Belagerungvon Riga unter dem Feldherrn de la Gardie zum Feldmarschall-Lieutenant.Der König selbst traf am 1. August 1621 dort ein und zwar so nahe bei Riga,dass man von der Domkirclie aus seine ganze Flotte sehen konnte. Es entstand indessein so grosser Sturm, dass die Flotte zerstreut wurde und einige mit Munition beladeneFahrzeuge zu Grunde gingen. Gustav Adolf stand trotzdem von seinem Vorhaben nichtab, liess durch die beiden Admirale die Flotte sammeln und bei Dünamünde landen.

Die Rigaer rüsteten sich nun so gut sie es vermochten zur Gegenwehr, zerstörtenihre Vorstädte und schönen Gärten, sicherten sich gegen Feuersgefahr und armirtenSchloss und Wälle.

Als König Gustav Adolf am 8. August mit etlichen Truppen von Pernau bei demMühlgraben unweit Riga ankam, fand er daselbst seine Regimenter und seine Artillerie ansLand gesetzt. Er Hess nun durch den Feldmarschall Hermann von Wrangel, der dieganze Belagerung von Anfang bis zu Ende leitete, ein drittes Lager formiren, welchesvon Wrangeis und des schottischen Obristen Redwin Regimentern (im ganzen siebenSchwadronen) vertheidigt wurde. Hier beschloss er, die finnischen Truppen, welcheder damalige Reichsmarschall und Gouverneur über Esthland, Graf Jacob de la Gardie,herführte, zu erwarten und rückte am 11. August mit ihnen bis an die Sandberge vor.

Auf dem rechten Flügel im ersten Treffen befand sich der König selbst, dessenBruder, Herzog Carl Pliilipp, der Graf von Mansfeld, die Obersten Gustav -r^n Horn,Oxenstjerna, Handrich und Rosencrantz mit fünf Regimentern zu Fuss und acht Es-cadrons Reitern, und Lorentz von Müller mit der königlichen Garde. Im andern Treffenwaren Graf Jacob de la Gardie, Oberst von Cloth und Oberst Johann Heinrichs Sohn, mitdrei Regimentern zu Fuss und etlichen Truppen Reiterei.

Auf dem linken Flügel marschirte im ersten Treffen der Feldmarschall Hermannvon Wrangel, Oberst Redwin mit etlichen Truppen zu Fuss und sieben EscadronsReitern. Im andern Treffen Oberst Jacob Liton mit einigen Truppen.

Während nun der König mit dem rechten Flügel auf den Sandbergen, Feld-marschall Hermann von Wrangel aber mit dem linken Flügel bei Hintzenhof undHermann Flemming jenseits der Düna, woselbst er eine Schanze hatte aufweifen lassen,mit etlichen Truppen zu Pferde und Fuss Posto gefasst hatten, wurde auf die schwedi-schen Vorwachen von Riga aus ein starker Ausfall gemacht, welcher aber zurückge-schlagen wurde. Bei der eifrigen Verfolgung durch die Schweden wurden viele mit Stücken