Im Jahre 1750 schlössen sodann die Erben einen Erbtheilungs-Vergleich, wonachdas Gut Kono zu 5000 Rubel geschätzt und dem jüngsten Sohn, dem LieutenantGustav Reinhold von Wrangel (32), überlassen wurde.
Heinrich war mit Helena Christina von Löwen, einer Verwandten des Ritter-schaftshauptmanns von Löwen vermählt, welche zwischen 1734 und 1750 stirbt.
Er hatte mit ihr drei Söhne: Friedrich Wilhelm (30), Johann Adolf (31), GustavReinhold (32) und zwei Töchter:
1. Hedwig Elisabeth (33), lebt 1750 noch imverheirathet.
2. Helene Henrica Eleonore (34), geboren zu Kaiofer. Der Oberstlieutenantvon Berg hatte sie 1744 als Pflegetochter angenommen. Sie heirathete nach1750 den Landrath und russischen Major Bernd Johann von Wrangel aufTois (XIII 41) und lebte noch 1786 als Wittwe.
30. Friedrich Wilhelm von Wrangel,
Sohn von Heinrich Hermann (15), war 1734 noch unmündig und kam 1741 mit seinemBruder Johann Adolf in das Kadetten-Corps zu St. Petersburg.
Am 20. Januar 1748 erhielt er zu seiner Equipirung 300 Rubel von seinen Vor-mündern nach Petersburg geschickt. Als er sich 1750 mit seinen Brüdern in das väter-liche Erbe theilte, war er Fähnrich.
31. Johann Adolf von Wrangel,
Sohn von Heinrich Hermann (15), war 1727 geboren und wurde in einem Alter von vier-zehn Jahren von seinem Vormunde, dem Oberstlieutenant Georg Otto von Berg, 1740 indie Ritter- und Domschule in Reval zur Erziehung gebracht. Dort kam er zum Sub-Rektor Tideböhl in Pension, für welche laut Verabredung 100 Thaler oder 8000 Kopekenjährlich zu zahlen waren.
Noch vor Beginn des Jahres 1741 trat er indess mit seinem Bruder FriedrichWilhelm (30) in das Kadetten-Corps zu St. Petersburg ein und erhielt am 20. Januar 1748von seinen Vormündern 300 Rubel zu seiner Equipirung nach Petersburg geschickt.
Im Jahre 1750 wird er als Fähnrich erwähnt. Er starb 1774 zu Tois als Oberst-lieutenant und wurde am 14. Mai genannten Jahres beerdigt.
32. Gustav Reinhold von Wrangel,
Sohn von Heinrich Hermann (15), war 1734 noch unmündig und trat bei dem Prinzen vonStolberg ein, welcher ihm eine Fähnrichstelle versprochen hatte. In dessen Regimentmachte er den holländischen Feldzug mit. 1745 stand er in Mastricht und marschirteAnfang 1756 nach Sas vor Gent, welches von den Franzosen in kürzester Frist belagertwerden sollte. Wiewohl am 30. December 1745 eine vacante Fahne bei Graf Stolbergwar, so blieb er doch noch Kadett und befand sich wegen der geringen Gage in Geld-verlegenheit, so dass er seine Vormünder bat, ihm Unterstützungen zuzusenden.
Im Jahre 1750 als Lieutenant wieder in Esthland eingetroffen, betheiligte er sichan dem brüderlichen Erbtheilungs-Vergleich und erhielt, ungeachtet er der jüngste Bruderwar, das Gut Kono für 5000 Rubel mit einigen Abgabe-Bedingungen an seine Geschwister.