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2. Siehe, ich stehe vor Dir arm und bloß, bitteum Gnade und flehe um Barmherzigkeit.
Erquicke den hungrigen Bettler, erwärme meineKälte mit dem Feuer deiner Liebe, erleuchte meineBlindheit mit der Klarheit deiner Gegenwart.
Verwandle mir alles Irdische in Bitterkeit, allesSchwere und Widerwärtige in Geduld, alles Niedrigeund Geschaffene in Geringschätzung und Vergessenheit.
Erhebe mein Herz zu Dir in den Himmel, und laßmich nicht auf der Erde schweifen.
Du allein sollst meine Süßigkeit sein von nun anbis in Ewigkeit; denn Du allein bist meine Speise undmein Trank, meine Liebe und meine Freude, meineLust und all mein Gut.
3. Möchtest Du mit deiner Gegenwart mich ganz ent-zünden, verbrennen und in Dich verwandeln, damit ichEinGeist mit Dir werde durch die Gnade der innerlichen Ver-einigung und durch die Verschmelzung glühender Liebe!
Laß mich nicht hungrig und dürre von Dir hinweg-gehen, sondern handle mit mir nach deiner Barmher-zigkeit, wie Du öfters mit deinen Heiligen wunderbargehandelt hast.
Was Wunder, wenn ich von Dir ganz entflammtwürde, und in mir selbst verginge, da Du ein Feuerbist, das immer brennt und nie erlischt, die Liebe, welchedie Herzen reinigt und den Verstand erleuchtet?.
XVII. Kapitel.
Von der brennenden Liebe und dem heftigen Verlangen,Christus zu empfangen.
Stimme des Jüngers.
I. Mit der innigsten Andacht und brennender Liebe,