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Thomas von Kempis, vier Bücher von der Nachfolge Christi : mit e. Zugabe von Morgen-, Abend-, Meß- ... gebeten u. ... aus den übrigen Schriften des Thomas von Kempis
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162
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daß die Leiden dieser Zeit nicht würdig sind, diekünftige Herrlichkeit zu verdienen. Rom. 8, 18.

Willst du sogleich haben, was Viele nach vielenThränen und großen Mühe» kaum errungen haben,?

Harre auf den Herrn, handle männlich und seistark; verzage nicht, weiche nicht, sondern setze Leibund Seele standhaft daran für Gottes Ehre!

Ich werde es im vollen Maße vergelten; ichwerde mit dir sein in jeder Trübsal.

XXXVI. Kapitel.

Wider die eitlen Urtheile der Menschen.

1. Sohn, lege dein Herz mit fester Zuversicht indie Hand des Herrn, und fürchte nicht menschlichesUrtheil, wenn dein Gewissen dich als rein und schuld-los darstellt.

Es ist gut und beseligend solches zu leiden, unddas wird für ein demüthiges Herz, welches mehr aufGott, als auf sich selbst vertraut, nicht schwer sein.

Viele reden viel, und darum darf man ihnenwenig glauben.

Aber auch Allen Genüge zu thun, ist nicht möglich.

Obgleich sich Paulus bemühte, Allen im Herrn zugefallen, und Allen AlleS geworden ist, so achtete eres doch gering, daß er von Menschen gerichtet wurde.

2. Er wirkte, so viel an ihm war und er ver-mochte genug für die Erbauung und das Heil An-derer, konnte aber doch nicht verhindern, daß er bis-weilen von Andern gerichtet oder verachtet wurde.

Daher stellte er Alles Gott anheim, der Alleswußte, und vertheidigte sich durch Geduld und De-