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Der wird lange klein bleiben und unten liegen,welcher etwas hoch schätzt, außer allein das Eineunermeßliche, ewige Gut.
Denn Alles, was nicht Gott ist, ist nichts, undsoll für nichts geachtet werden.
Es ist ein großer Unterschied zwischen der Weis-heit eines erleuchteten und gortesfürchtigen Mannes,und dir Wissenschaft eines gelehrten und studiertenGeistlichen.
Viel edler ist jene Lehre, welche von Oben ansgottlicher Eingebung fließt, als welche mühsam durchden menschlichen Geist erworben wird.
3. Man findet Viele, welche nach Bcschauungverlangen, aber was dazu erfordert wird, bemühensie sich nicht zu üben.
Es ist auck ein großes Hinderniß, daß man beiZeichen und sinnlichen Dingen stehen bleibt, undwenig von der vollkommenen Abtödtung hat.
Ich weiß nicht, was es ist, und von welchemGeiste wir getrieben werden, und was wir vorgeben,die wir Geistliche genannt werden und zu sein schei-nen , daß wir so viele Mühe und noch größere Sorgeaus vergängliche und nichtige Dinge wenden, undüber unser Inneres kaum, oder selten mit völliggesammeltem Sinne nachdenken.
4. Ach leider, sogleich nach einer kurzen Samm-lung laufen wir wieder aus, und wägen unsereWerke nicht durch eine strenge Prüfung ab!
Wo unsere Begierden liegen, daraus merken wirnicht; und wie unrein Alles (an uns) sei, das be-weinen wir nicht.